Donnerstag , 6 Oktober 2022
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MUSEUM der BUMILLER COLLECTION

Das MUSEUM der BUMILLER COLLECTION befindet sich in einem historischen Bürgerhaus im Herzen der Altstadt von Bamberg, die seit 1993 Unesco Weltkulturerbe ist.

An der Stelle des heutigen Museums wird 1321 erstmals ein Haus urkundlich erwähnt. Mittelalterlich sind noch die Fundamente sowie der Gewölbekeller, der für temporäre Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt wird. Der heutige Bau wurde 1584 nach einem Brand vom Stadtgerichtsschreiber Johann Merzell neu aufgebaut. Die ursprünglich an der Fassade angebrachten Steintafeln mit den Familienwappen befinden sich heute im Treppenhaus im 1. Stock. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts diente das Gebäude dem Hof- und Kammerrat Fortenbach und seiner Familie als Wohnhaus. Aus dieser Zeit – in der zahlreiche Bauten in Bamberg erneuert bzw. deren Fassaden zur „Stadtverschönerung“ barockisiert wurden – stammen Teile der barocken Innenausstattung, darunter Wand- und Deckenfresken, sowie Stuckarbeiten. Die zauberhafte Stuckdecke des Gartensaals im ersten Stock wurde 1725 von keinem Geringerem als Johann Jakob Vogel geschaffen. Er war der erste in Bamberg ansässige Hofstuckateur der Bamberger Fürstbischöfe. Von ihm stammen u.a. die Innenausstattung der Neuen Residenz, der Kirche St. Stephan in Bamberg, sowie der Klöster Ebrach und Banz. Die Fassade wurde 1866 in der heutigen Form gestaltet, wobei die letzten barocken Elemente verschwanden.

1992 erwarb Manfred Bumiller dieses Schmuckstück in der Austraße 29 und ließ es bis 1995  aufwendig restaurieren und sanieren. Am 13.01.1995 erfolgte die Eröffnung als „Museum für Frühislamische Kunst“.

Während die Sammlung bis 2017 laufend ergänzt wurde, gilt heute die ganze Aufmerksamkeit der Pflege, wissenschaftlichen Bearbeitung und Publikation des Objektbestandes. Dafür wurde 2015 der museale Betrieb um das  STUDIO in Berlin-Kreuzberg erweitert. Träger des Museums und der Sammlung ist die BUMILLER ART FOUNDATION.

KOOPERATION MIT DER UNIVERSITÄT BAMBERG

Anliegen der BUMILLER ART FOUNDATION ist es, die hochwertigen Erzeugnisse islamischer Metallkunst zu präsentieren, und für Forschung und Lehre zur Verfügung zu stellen. Hierfür ist die Angliederung an eine wissenschaftliche Institution von zentraler Bedeutung. Bamberg ist durch die Nähe zum Institut für Orientalistik der Universität Bamberg ein idealer Standort, der diese Anforderungen vereint. Neben sämtlichen Disziplinen der Orientalistik vertritt das Institut als einziges in Deutschland das Studienfach Islamische Kunstgeschichte und Archäologie. Als Ort regelmäßiger Fachtagungen, darunter die Tagung der Ernst-Herzfeldgesellschaft oder des Deutschen Orientalistentages, ist es ein regelmäßiger Treffpunkt internationaler Experten für islamische Kunst.

Prof. Dr. Lorenz Korn, Inhaber des Lehrstuhls für Islamische Kunstgeschichte und Archäologie, gehörte bereits dem Beirat der Bumiller Art Foundation an, als 2008 die langjährige Beziehung zwischen dem Museum und der Universität Bamberg durch einen Kooperationsvertrag besiegelt wurde. Das Museum, ursprünglich als „Museum für Frühislamische Kunst“ gegründet, trägt seitdem den Namen „Universitätsmuseum für Islamische Kunst“.

Durch die zentrale Lage des Museums und die unmittelbare Nähe zum Institut für Orientalistik und zur Universitätsbibliothek können hier museale und universitäre Infrastruktur in idealer Weise von Mitarbeitern beider Institutionen, Experten und Studierenden für Forschung und Lehre genutzt werden. Studierende können auf eine umfangreiche Lehrsammlung zurückgreifen, in der sämtliche Materialgruppen vertreten sind. Wie in keinem anderen Museum kann hier am Objekt islamische Kunst erforscht und für die universitäre Lehre eingesetzt werden.

Das Museum besitzt eine umfangreiche Fachbibliothek sowie Räume für Lehrveranstaltungen.

Universität Bamberg
Weitere Informationen:
Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften, Universität Bamberg:
Islamische Kunstgeschichte und Archäologie
https://www.uni-bamberg.de/islamart/

Text und Foto: https://www.the-bumiller-collection.com/de/museum/

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