Die Muslime im Iran werden sich zum Beginn des islamischen heiligen Monats Ramadan in einem Ritual des täglichen Fastens von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang vereinen.
Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders; sein Beginn folgt dem Rhythmus der Jahreszeiten. Er richtet sich nach der Sichtung der Mondsichel.
Man nimmt an, dass der Ramadan der Monat ist, in dem der Koran dem Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) offenbart wurde.
Im islamischen Hidschri-Kalender definiert das Erscheinen des Mondes nach seiner Neumondphase den Beginn aller Monate im islamischen Kalender.
Muslime im Iran nehmen vor Sonnenaufgang eine Mahlzeit namens „Sahari“ zu sich, um ihren Körper vor dem täglichen Fasten mit Flüssigkeit und Nährstoffen zu versorgen.
Das tägliche Fasten im Ramadan beinhaltet den Verzicht auf jegliche Speisen und Getränke; nicht einmal ein Schluck Wasser ist von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang erlaubt, bevor das Fasten mit einer Mahlzeit namens „Iftar“ gebrochen wird, die meist mit einer Dattel beginnt.
Von den Fastenden wird erwartet, dass sie sich auch von schlechten fernhalten und gute Taten mehren.
Für Muslime ist es eine Zeit verstärkter Andacht, Wohltätigkeit und guter Taten. Gesellschaftlich bringt es oft Familien und Freunde zu festlichen Zusammenkünften zusammen, um gemeinsam das Fasten zu brechen.
Der Ramadan endet mit dem Fest Eid al-Fitr, das viele Muslime feiern, indem sie sich in neue Kleidung kleiden und gemeinsame Gebete verrichten.
Während des Monats üben sich Muslime in Selbstbeherrschung, kultivieren Dankbarkeit, finden näher zu Gott und empfinden Mitgefühl für die Armen und Hungernden.
Während des Ramadans strömen die Iraner in die Moscheen zum gemeinsamen Gebet und widmen dem Lesen des Korans mehr Zeit.
Wohltätigkeit ist ein Kennzeichen des Ramadans. Viele Menschen versuchen unter anderem, Bedürftigen das Iftar-Mahl zu ermöglichen.
Der Ramadan gilt auch als Monat des Gebens: Muslime weltweit sind aufgerufen, für wohltätige Zwecke zu spenden und an das Leid anderer zu denken. Daher ist zu erwarten, dass die Spendenaktionen und Kampagnen für Bedürftige Menschen im Monat Ramadan zunehmen werden.
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