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Jahrhundertealte iranische Kunst: Gereh-Tschini – Knotenlegen

Das Gereh Tschini (persisch: گره چینی) ist einer der Zweige der traditionellen Architektur und Fliesenlegerkunst, bei der die Meister dieser Kunst dekorative geometrische Muster herstellen, indem sie verschiedene Stücke entsprechend ihrem gewünschten Design aus Fliesen, Ziegeln oder anderen Materialien zusammenfügen.

Natürlich erfreut sich die Kunst des Knoten-Knüpfens nicht nur in der Architektur großer Beliebtheit, sondern ist auch einer der Zweige der Holzindustrie. Die Kunst des Knotenlegens Gereh-TsTschini ist eine schöne und originelle Kunst, die aufgrund der harten Arbeit nicht preiswert ist. Beispiele dieser auf Holz ausgeführten Kunst können an Orten wie Astan Quds Razavi oder dem Schrein von Shah Abd al-Azim besichtigt werden.

Gereh Tschini

Eines der traditionellen dekorativen und anwendbaren Kunsthandwerke Irans ist „Gereh Tschini“, was wörtlich übersetzt „Anordnen der Knoten“ bedeutet, also die Kunst, fein geschnittene Holzstücke nach einem bestimmten Design auf eine Oberfläche zu legen. Geometrische Knoten, die sich schön und rhythmisch wiederholen, gelten als wesentlicher Bestandteil von Gereh. Der Beginn von Gereh Tschini ist nicht genau datiert, aber es ist bekannt, dass dieses handwerk während der Seldschuken-Dynastie das erste Mal genutzt wurde, und Isfahan ist sein Geburtsort. Es ist bekannt, dass die Safawiden-Dynastie die Blütezeit des Gereh-Tschini war. Für Gereh Tschini werden Holzstücke in ihrer Rohfarbe verwendet und es wird keine Farbe hinzugefügt. Laut Meistern dieser Kunst ist Platane das beste Holz für die Herstellung von Gereh.

Holz von anderen Bäumen wie die Walnuss, Buche, Morus, Mandel, Silberbeere oder Birne werden jedoch auch zur Herstellung von Strukturen wie Türen von Schreinen, Kanzeln, Türen und Fenstern, Rahmen, Tableaus, Trennwänden, Tischabdeckungen usw. verwendet.

Es gibt sieben Arten von Knoten oder Gereh: Tond, Kond, Schol, Kond o Schol, Pili und Doroodgari, und jede von ihnen hat unterschiedliche Hintergründe und Designs.
Gereh Tschini kann in drei Gruppen eingeteilt werden:
1. Ganzholz,
2. Moshabbak (Gitternetz)
3. Orosi oder Schiebefenster.
Orosi sind eine Art Fenster aus Gereh und Farbgläsern. Sie sind besonders schön und wurden am häufigsten während der Zand- und Qadschar-Dynastie verwendet. In künstlerischer Hinsicht hat Orosi eine große Bedeutung.

In der Kunst von Gereh Tschini handelt es sich beim Gereh oder Knoten tatsächlich um Kreuzungen von Holzstücken, die durch Ineinandergreifen befestigt wurden und zarte Muster ergeben. Je feiner die Holzstücke, desto wertvoller das Produkt. Durch die Verwendung von Nut- und Federverbindungen halten Gereh Tschini-Stücke den unterschiedlichen Klimazonen im Iran stand. Aus diesem Grund finden wir in vielen historischen Gebäuden Kunstwerke mit Gereh Tschini.

Eines der besten verbliebenen Beispiele sind Tschehel Sotoon (wörtlich: Vierzig Säulen), Hascht Behescht (wörtlich: Acht Himmel) und historische Häuser wie Alam’s Haus und das Haus Scheich ul-Islam in Isfahan. Es gibt auch das Tabatabaei-Haus in Kaschan, den Golestan-Palast und andere Gebäude dieser Art in Yazd und Teheran. Heute gibt es in Teheran Gereh Tschini-Werkstätten, in denen dieses Handwerk noch immer ausgeübt wird.

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