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Iran begeht den Pharmazeutischen Tag zu Ehren des Erbes von Razi

Die Iraner begehen den Pharmazeutischen Tag zum Gedenken an Muhammad ibn Zakariya al-Razi, dessen bahnbrechende Arbeit in der evidenzbasierten Medizin, Psychologie und Chemie die medizinische Wissenschaft weltweit unauslöschlich geprägt hat.

Jahrhunderte vor der Renaissance setzte sich ein mitfühlender Arzt in Persien für eine evidenzbasierte Praxis ein, entdeckte grundlegende chemische Verbindungen und verfasste über 200 Manuskripte, die die westliche Medizin prägen sollten.

Am Tag der Pharmazeutika erinnern sich der Iran und die wissenschaftliche Welt an das bleibende Erbe von Muhammad ibn Zakariya al-Razi.

Im Iran wird der 27. August als Tag der Pharmazie begangen, zum Gedenken an Muhammad ibn Zakariya al-Razi, den persischen Universalgelehrten des 9. Jahrhunderts, der im Westen als Rhazes bekannt ist.

Razi, ein persischer muslimischer Universalgelehrter, Arzt, Alchemist und Philosoph, der in der Nähe von Teheran geboren wurde, leistete bleibende Beiträge zur Medizin, Philosophie und Chemie und verfasste über 200 Manuskripte.

Er war ein Verfechter der evidenzbasierten Medizin und gilt als Vater der Psychologie, Psychotherapie, Pädiatrie, Geburtshilfe und Augenheilkunde.

Razi war Chefarzt der Krankenhäuser Bagdad und Ray, bekannt für sein Mitgefühl und seine Hingabe für die Patienten und zog Studenten mit den unterschiedlichsten Hintergründen an.

Er integrierte griechisches medizinisches Wissen in seine eigenen Beobachtungen und betrachtete sich selbst als modernen Hippokrates.

Razi leistete Pionierarbeit bei der Differenzierung ansteckender Krankheiten mithilfe der Humoraltheorie und verfasste bahnbrechende Arbeiten über Pocken und Masern. Er entdeckte auch Verbindungen wie Alkohol und Schwefelsäure.

Seine Enzyklopädie „Das tugendhafte Leben (al-Hawi)“ und andere Werke wie „Kitab al-Mansuri“ und „Al-Judari wal Hasabah“ hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf die westliche medizinische Ausbildung.

Razis detaillierte Beschreibungen chemischer Reaktionen und Instrumente finden sich im „Kitab-al-Asrar“. Obwohl seine philosophischen Schriften zunächst unbeachtet blieben, hatten seine medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritte einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung dieser Bereiche.

Etwa 40 seiner Manuskripte werden in Bibliotheken weltweit aufbewahrt. Razis ganzheitlicher Ansatz in der Medizin, der sowohl das körperliche als auch das psychische Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt, festigte seinen Status als Visionär.

Sein Schwerpunkt auf sorgfältiger Beobachtung, Experimenten und klinischer Dokumentation legte den Grundstein für zukünftige Generationen von Ärzten und Wissenschaftlern.

Über seine direkten medizinischen Beiträge hinaus förderten Razis Schriften den intellektuellen Austausch zwischen östlichen und westlichen Gelehrten und trugen zur Weiterentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse über verschiedene Kulturen hinweg bei.

Sein Vermächtnis inspiriert medizinische Fachkräfte und Forscher weiterhin dazu, Innovationen zu begrüßen und die Patientenversorgung über alles andere zu stellen.

Die jährliche Begehung des Pharmazeutischen Tages im Iran dient als Erinnerung an Razis tiefgreifenden und nachhaltigen Einfluss auf die Welt der Medizin und Wissenschaft.

Heute ist das Erbe von Muhammad ibn Zakariya al-Razi weit über die historische Anerkennung hinausreichend.

Es lebt im Ethos der modernen Gesundheitsfürsorge weiter: in der unermüdlichen Suche nach Beweisen, der ganzheitlichen Betreuung des Patienten und dem mutigen Geist wissenschaftlicher Forschung.

Da neue Generationen von Ärzten, Chemikern und Forschern auf den Schultern dieses persischen Giganten stehen, dient seine Geschichte als eindrucksvolles Zeugnis für die universelle und gemeinschaftliche Natur des Wissens.

Die jährliche Feier des Pharmazeutischen Tages ist mehr als nur eine Hommage an einen großen Geist der Vergangenheit; sie ist eine zeitlose Erinnerung daran, dass Innovation, Mitgefühl und strenge Beobachtung die dauerhaften Säulen sind, auf denen der menschliche Fortschritt aufbaut.

 

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