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Persische Meisterkunst in Berlin – Feierliche Eröffnung der Farshchian-Ausstellung

Am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, wurde in Berlin feierlich eine Ausstellung zu Ehren des iranischen Meisters Mahmoud Farshchian eröffnet. Zahlreiche Diplomaten, Kunstliebhaber und Kulturinteressierte folgten der Einladung der iranischen Botschaft und verliehen der Vernissage einen würdevollen und zugleich lebendigen Rahmen.

In stilvoller Atmosphäre wurden die Gäste mit iranischen Spezialitäten, feinen Süßigkeiten und aromatischem iranischem Tee verwöhnt. Die kulinarischen Genüsse unterstrichen den kulturellen Charakter des Abends und luden zum Austausch sowie zu angeregten Gesprächen über Kunst und Tradition ein.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war eine einzigartige Naqqali-Darbietung. Mit persischer Eleganz und im traditionellen Erzählstil wurde aus dem Schahname des Dichters Ferdowsi die Geschichte von Rostam vorgetragen. Die kunstvolle Rezitation ließ das Publikum in die Welt der persischen Epik eintauchen und verband auf eindrucksvolle Weise Literatur, Erzählkunst und bildende Kunst.

Da die Ausstellung in die Zeit des Ramadan fiel, wurde zudem ein feierlicher Iftar-Empfang für die fastenden Besucher ausgerichtet. Nach Sonnenuntergang kamen die Gäste zusammen, um gemeinsam das Fasten zu brechen. Dieser Moment des Innehaltens und der Gemeinschaft verlieh der Veranstaltung eine besondere spirituelle Tiefe und rundete den Abend in würdiger Weise ab.

Die Ausstellung gewährt einen eindrucksvollen Einblick in die facettenreiche Kunstwelt Farshchians. Als Genie der orientalischen und iranischen Miniaturmalerei verstand er es, die authentische iranische Tradition mit Einflüssen der europäischen Malerei zu verbinden. Damit wurde er zu einem bedeutenden kulturellen Brückenbauer und zu einem der bekanntesten Botschafter iranischer Kunst im Westen.

Die iranische Miniaturmalerei gilt seit Jahrtausenden als Hauptkunst Irans und ist von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Meister Farshchian war der einzige bildende Künstler, der von drei Generalsekretären der UNESCO gleichermaßen gefördert und gewürdigt wurde.

In der Berliner Ausstellung werden ausgewählte Werke des verstorbenen Meisters als hochwertige Faksimile-Drucke präsentiert. Sie eröffnen den Besucherinnen und Besuchern einen tiefen Einblick in seine unverwechselbare Bildsprache, die Tradition und Moderne in kraftvollen, dynamischen und zugleich poetischen Kompositionen vereint.

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