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Deutscher Stummfilm „Faust“ von 1926 wird in Teheran aufgeführt

Das Iranian Artists Forum (IAF) in Teheran zeigt am Freitag (2. Mai) die restaurierte Version des Stummfilms „Faust“ von 1926 unter der Regie von Friedrich Wilhelm Murnau.

Die Vorführung des 107-minütigen Films beginnt um 18 Uhr im Nasseri Hall der IAF, berichtete ILNA.

Murnaus Film greift auf ältere Traditionen der legendären Faust-Geschichte sowie auf Goethes klassische Version von 1808 zurück. 

In diesem Stummfilmklassiker wettet der Dämon Mephisto mit einem Erzengel, dass die Seele eines guten Menschen verdorben werden kann. Mephisto hat es auf den nachdenklichen alten Alchemisten Faust abgesehen, der verzweifelt versucht, sein Dorf vor einer Seuche zu retten. Dank Mephisto kann er den Dorfbewohnern helfen, doch weitere Auseinandersetzungen mit dem Teufel führen Faust in eine dekadente Abwärtsspirale. Kann er seine Seele erlösen, bevor es zu spät ist?

In den Hauptrollen des Films spielen Gösta Ekman als Faust, Emil Jannings als Mephisto, Camilla Horn als Gretchen/Marguerite, Frida Richard als ihre Mutter, Wilhelm Dieterle als ihr Bruder und Yvette Guilbert als Marthe Schwerdtlein, ihre Tante. 

„Faust“ war Murnaus letzter deutscher Film. Direkt im Anschluss zog er in die USA. Der Film wurde für seine Spezialeffekte gelobt und gilt als Beispiel des deutschen expressionistischen Films.

Friedrich Wilhelm Murnau (1888–1931) war ein deutscher Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor. Mit seinem Werk der Stummfilmzeit gilt er als einer der einflussreichsten Filmemacher der Filmgeschichte.

Murnau war ein gebildetes Kind mit frühem Interesse am Film und studierte schließlich Philologie und Kunst, bevor ihn der Regisseur Max Reinhardt für seine Schauspielschule rekrutierte. 

Murnaus erste Regiearbeit feierte 1919 Premiere, internationale Bekanntheit erlangte er jedoch erst 1922 mit „Nosferatu“, einer Adaption von Bram Stokers Roman „Dracula“ aus dem Jahr 1897. Obwohl der Film aufgrund von Urheberrechtsproblemen mit dem Nachlass des Autors Stoker kein kommerzieller Erfolg war, gilt er als Meisterwerk des deutschen expressionistischen Kinos und als früher Kultfilm. 

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