Dienstag , 18 Januar 2022
defa
Home » Nachrichten » Hikayat-i-Latif – Geschichten und Schwänke aus dem Orient-1914

Hikayat-i-Latif – Geschichten und Schwänke aus dem Orient-1914

Hikayat-i-Latif, auch Hekayet-e Lateef und ähnlich geschrieben, ist eine Sammlung persischer Geschichten.

Die „Angenehmen Geschichten“ oder „Amüsanten Geschichten“ waren eine Sammlung von alten kurzen Erzählungen, die vor allem deshalb den Weg nach Europa fanden, weil der britische Kolonialismus diese bis ins 17. Jh. n.Chr. zurückreichende Schwänke ins Englische übertragen hat, um den eigenen Persischunterricht aufzulockern.

Im Original werden insgesamt 76 kurze humorvolle Erzählungen präsentiert, die in einem vergleichsweise unkomplizierten Stil geschrieben sind. Die Geschichten orientieren sich größtenteils an Vorlagen aus der klassischen persischen Literatur, und einige von ihnen waren schon seit Jahrhunderten populär. Es gibt keine gesicherten Informationen über den Autor bzw. den Verfasser dieser Geschichten. Johannes Hertel vermutet, dass ein „indischer Muslim“ Ende des 18 Jh. n.Chr. verfasst hat. Das Buch gewann an Popularität, so dass immer neuere und ergänzte ausgaben herauskamen.

Bis zum Jahr 1902 waren wohl mehr als zwanzig verschiedene Ausgaben in persischer Sprache mit teilweise auch englischer Übersetzung bekannt. Im Jahr 1913 übersetzte Arthur Heyne eine Ausgabe aus dem Jahr 1902, welche in Lucknow im Norden Indiens gedruckt worden war, ins Deutsche. Die deutsche Übersetzung erhielt 60 Geschichten. Sie wurde unter dem Titel „Geschichten und Schwänke aus dem Orient“ erst nach dem Ableben von Arthur Heyne unter Aufsicht von Dr. Ludwig Harald Schütz herausgegeben.

Hikayat-i-Latif gilt als eines der einflussreichsten Werke bezüglich Geschichten, die in diversen Varianten im gesamten Orient verbreitet worden sind. Darunter befindet sich auch eine Variation des Salomonischen Urteils.

http://eslam.de/begriffe/h/hikayat-i-latif.htm

 

Check Also

Leila Hatami wird Juryleiterin des 28. Vesoul Filmfestivals

Die iranische Schauspielerin Leila Hatami wird die Jury des 28. Internationalen Filmfestivals des asiatischen Kinos …

Rustam, Raḫaš, Yazd und Sīmurġ – Die Sage von Rustam und Sohrāb in der Version der Mandäer; Ein Beispiel für Akkulturation

Gabriele Dold-Ghadar Das Phänomen der Akkulturation Kultur, so Thomas F. Glick/Oriol Pi-Sunyer, umfasst nicht nur …

Iranischer Filmabend in Berlin: „Darkoob“ Der Specht

Filmfreunde aufgepasst! Am 28. Januar 2022 wird das iranische Drama aus dem Jahre 2017 im …

Iran – Ein Paradies für Paläontologen

Die hohe Dichte an Wirbeltierfossilien mit einem Alter von sieben bis neun Millionen Jahren hat …

Faszinierendes Naturphänomen: Die Aladaglar-Gebirge

Betongraue Städte haben die Menschen tief in sich aufgenommen, so als ob die Kreation der …

Osku-Brot: eines der leckersten traditionellen Brote im Iran

Osku-Brot (persisch: نان اسکو), ist das traditionelle Brot, besonders im Landkreis Osku in der Provinz …

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.