Samstag , 24 September 2022
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Ali Moujani, Kulturrat der Islam. Rep. Iran in der Bundesrepublik Deutschland, Foto: stadtblatt-online.de

Erster Farbfilm über die Wallfahrt nach Mekka

Für Muslime ist die Wallfahrt nach Mekka in Saudi-Arabien eine der 5 Säulen des Islams. Ein bereits 1960 gedrehter Farbfilm zeigt dieses Wallfahrt. Es ist der weltweit erste Farbfilm über die sogenannte Hadsch.Der Film ist am 10. September 2016 um 18 Uhr zu sehen im Ethnologischen Museum in der Lansstraße 8 in 14195 Berlin-Dahlem.

Der bekannte Islamwissenschaftler Prof. Dr. Peter Heine spricht zudem über „Die Bedeutung der Pilgerfahrt für die Muslime.“ Ein Konzert mit Iranischen Fest- und Feiertagsliedern sowie eine Bilderausstellung, ein Büchertisch und ein Imbiss sind weitere Bestandteile dieser Veranstaltung. Mit dem Kulturrat der Islamischen Republik Iran in der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Ali Moujani, sprachen wir über diese Veranstaltung. Der Diplomat teilte uns mit: „Im Jahre 1960 nahmen 3 deutsche Staatsbürger an dieser Pilgerreise teil, außerdem 30.000 Türken und 25.000 Iraner. Heute verzeichnet man rund  3 Millionen Pilger aus aller Welt, die Mekka aufsuchen zur Pilgerzeit.“ Er wies darauf hin, dass der Koran die Sicherheit der Pilger verlange, dass sei aber heute leider nicht immer der Fall. Im letzten Jahr starben bei einem Unglück ca. 3.000 Pilger „und die Behörden in Saudi-Arabien haben bisher nicht allzu viel unternommen, um den Hergang der Geschehnisse zu erhellen.“ Für Gläubige ist diese Pilgerreise das Ereignis in ihrem Leben. „Der Pilger hat Anspruch, mit Respekt während der Pilgerfahrt behandelt zu werden. Es ist vergleichbar mit einem Diplomaten. Sein Diplomatenstatus schützt ihn, so muss es auch für Pilger sein. Leider stellen sich immer einige Leute quer, wenn friedliche Pilger ihre religiöse Pflicht erfüllen möchten. Dabei muss man sich einmal in die Lage des Pilgers aus Afrika oder Europa oder Amerika oder sonstwo hineinversetzen. Er nimmt höchste Strapazen auf sich, um die Pilgerreise erfolgreich zu beenden und wieder heimzukommen in den Schoss der Familie. Man kann eine Pilgerreise so umschreiben: Es ist eine komödiantische Tragödie oder tragische Komödie! Es ist ja nun einmal so, die Pilgerfahrt ist eine religiöse Pflicht, egal was da auf den Einzelnen zukommt.“ Der Kulturrat sprach die einst trennende Berliner Mauer an. „Wenn jemand aus der DDR erstmals den Westteil Berlins betrat, wusste er nicht, was ihn erwartet. Klar war aber, er lässt seine Freunde und seine Familie zurück, sei es nur für ein paar Tage oder für immer.“ Einerseits war man froh, den Westteil Berlins betreten zu dürfen, anderseits war man unsicher, was da alles auf einen zukommen werde.  Zum Abschluss teilte Herr Kulturrat Moujani mit: „Sehr freuen würde ich mich, wenn möglichst viele Menschen am 10. September der Veranstaltung beiwohnen würden um sich ein genaueres Bild über die Pilgerfahrt nach Mekka zu machen.“ Der Eintritt ins Ethnologische Museum in Dahlem ist frei.

 

Quelle:

http://www.stadtblatt-online.de/lokalreport/24-ueberregional/1479-erster-farbfilm-ueber-die-wallfahrt-nach-mekka-

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