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Windfänger: alte iranische Kühltechnologie gefragter denn je

Während sich die Industrieländer mit der wachsenden Dringlichkeit des Klimawandels und der städtischen Hitze auseinandersetzen, könnten sie sich als Inspiration an die alte Weisheit der iranischen Windfänger wenden.

Viele Haushalte im Iran verfügen noch immer über dieses einfache, aber effektive Kühlgerät, das keinen Strom benötigt und Jahrhunderte alt ist.

Experten sagen, dass diese Windtürme, auch „Badgirs“ genannt, zwar für traditionelle Architektur entworfen wurden, moderne Adaptionen diese Technologie jedoch nahtlos in zeitgenössische Stadtlandschaften integrieren können.

Über 33 Meter hoher Windturm im Dolatabad-Garten in der Oasenstadt Yazd im Herzen Irans.

Eine alte Weisheit

Die alten Iraner entwickelten Windtürme, um ihre Gebäude selbst im sengenden Wüstenklima auf natürliche Weise zu kühlen. Diese Türme, ein Wunderwerk architektonischer Innovation, nutzen die Kraft des Windes, um eine natürliche Belüftung zu schaffen und Innenräume kühl zu halten.

Wie funktionieren Windtürme?

Stellen Sie sich einen zylindrischen Turm vor, der elegant mit dekorativen Mustern verziert und auf einem Dach steht. Diese kaminartige Struktur fängt den Wind ein, der von oben auf den Boden weht, und leitet ihn an das darunter liegende Haus weiter. Dadurch wird heiße Luft verdrängt, die von der gegenüberliegenden Seite der Entlüftung ausgestoßen wird.

Bei einigen Konstruktionen bläst die einströmende Luft über das Wasser, das unter der Struktur fließt, und sorgt so für zusätzliche Kühlung, wodurch die Temperatur im Inneren eines Gebäudes von 8 °C auf 12 °C gesenkt werden kann. Selbst wenn überhaupt keine Brise weht, wirkt ein Windturm wie ein hoher Schornstein, der warme Luft durchlässt und von der anderen Seite kühlere Luft in das Gebäude zieht.

https://www.tehrantimes.com/news/487380/Windcatcher-ancient-Iranian-cooling-tech-on-the-way-to-U-S

 

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