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Kelārdascht – Ein paradiesisches Dorf in Mazandaran

Kelārdascht (persisch کلاردشت) ist ein Tal im Elburs-Gebirge in der Provinz Māzandarān im Norden des Iran. Es liegt im Bezirk Tschalus, 30 km südlich von Abbās-Ābād und westlich von Marzān-Ābād. In dem Tal befinden sich 30 Dörfer.

Im Zentrum des Kelārdascht-Tals liegt die gleichnamige Stadt mit einer Einwohnerzahl von 5131 im Jahr 1996. Die Stadt besteht aus fünf Bezirken, wobei Hasan-Kīf das Einkaufs- und Verwaltungszentrum bildet.

Das ursprüngliche Agrarland wurde in den letzten Jahren als Bauland an Städter vor allem aus Teheran aber auch aus anderen Teilen des Landes verkauft und Villen darauf errichtet. Die jährlich erscheinenden Sommergäste versuchen hier der Hitze zu entfliehen. Auch Besucher aus den angrenzenden arabischen Ländern am Persischen Golf halten sich während des Sommers im Tal auf. Es sind vor allem die Schönheit der Natur und das kühle Klima, die sie hierher zieht. Das Gebiet um Rūdbarak eignet sich ferner zum Klettern und ist ein beliebtes Ziel für den Ökotourismus.

Im Kelārdascht-Gebiet findet man Enklaven von Kurmandschi-sprechenden Kurden, häufig Darwische – ebenso Enklaven von Gilakern. Ein bekanntes Produkt aus dieser Gegend ist der Kelārdascht-Teppich.

Im archäologischen Fundort Kelār-Tappeh (Kelār-Hügel) wurden Artefakte aus dem Neolithikum sichergestellt. Achämenidische und sasanidische Gold- und Silberfunde aus Kelārdascht sind im Iranischen Nationalmuseum in Teheran ausgestellt.

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