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Deutschlands Rolle beim Giftgasangriff auf Sardasht

Am 28. Juni jährte sich der chemische Angriff auf die nordwestiranische Stadt Sardasht zum 33. Mal. Mehr als 119 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Veteranen des Angriffs erleiden immer noch an Atemproblem. Deutschland hat Saddam mit mit chemischen Waffen ausgerüstet.

Der Giftgasangriff auf Sardascht am 28. Juni 1987 war der erste große Angriff des Irak mit Chemiewaffen auf eine iranische Stadt

Während des achtjährigen Krieges zwischen dem Iran und dem Irak setzte der damalige irakische Präsident Saddam Hussein wiederholt chemische und mikrobiologische Waffen gegen iranische Soldaten und Zivilisten ein. Und der chemische Angriff von 1987 auf die Stadt Sardasht im Westen des Iran war eines der schrecklichen Verbrechen dieses Regimes.

In dem Konflikt, der besonders viele Tote unter Zivilisten forderte, setzte der Irak auch international geächtete biologische und chemische Waffen ein. Mit Giftgas wurden nicht nur iranische Soldaten angegriffen, sondern auch die kurdische Zivilbevölkerung. Am bekanntesten sind die Giftgasangriffe auf Halabdscha und die iranische Stadt Sardascht.

Mehr als 119 Menschen kamen bei den Angriffen in Sardasht ums Leben. Die Veteranen des Angriffs erleiden immer noch an Atemproblem.

Brigadegeneral Jalali sagte: „Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich gehören zu den Kriminellen, die an Saddams chemischem Bombardement der Städte Sardasht und Halabche beteiligt sind. Und die internationale Gemeinschaft sollte diese Massaker untersuchen. Unser Vorschlag ist, ein internationales Tribunal einzurichten, um festzustellen, wer Saddam geholfen hat, diese Städte zu bombardieren“.

An diesem Kriegsverbrechen war auch Deutschland maßgeblich beteiligt. Im Falle Halabdschas war es die Firma Karl Kolb GmbH aus dem hessischen Dreieich. Sie lieferte die nötigen Stoffe zur Herstellung der Giftwaffen an die Saddam-Diktatur.

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Das Kulturereignis gilt derzeit als das bedeutendste Kulturereignis im Iran. Durchschnittlich nehmen 2.500 inländische und 600 ausländische Verlage an der bedeutenden Veranstaltung teil. Die ausländischen Verlage bieten ihre Materialien überwiegend in Englisch oder Arabisch an, es sind jedoch auch Titel in Französisch, Deutsch, Chinesisch, Koreanisch oder Japanisch verfügbar.

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