Imam Reza (a) und religiöse Bewegungen während der Abbasiden-Dynastie

Fatemeh Rajabi | Die Geschichte des Schiismus zeichnet sich aus durch einen ständigen Konflikt zwischen den Schiiten und den Herrschenden. Diese Konfrontation nimmt zeitweilig die friedliche Gestalt einer erzwungenen Kollaboration (taqiyya) an, ist aber meist ein passiver Widerstand, der sich in Ablehnung jeglicher Mitarbeit mit den Kalifen und der Distanzierung zu ihnen äußert. Auf höherer Ebene äußerte er sich zunächst in versteckter und dann offen aufgetragener Propaganda gegen die Herrschenden. Auf der nächsten Stufe waren es dann Aufstände und Rebellionen, die immer wieder erfolglos blieben und eine unendliche Reihe von Märtyrern hinter sich ließen.

Auf diese Art und Weise fanden nicht nur alle schiitischen Imame während der Zeit der Omayyaden und Abbasiden den Märtyrertod, sondern dies galt auch für viele schiitische Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft, Religion und Wissenschaft.

Aus diesem Grunde war die Versöhnungsgeste des abbasidischen Kalifen Mamun, den achten schiitischen Imam, Reza (a), in seinen Regierungssitz Merv zu rufen und ihn zu seinen Nachfolger erklären, in der ganzen Geschichte der schiitischen Imame ein einmaliger Vorgang, denn nach Imam Reza (a) hatten alle weiteren Imame dasselbe Schicksal wie die vorangegangenen zu erleiden, bis schließlich der letzte Imam in die „Verborgenheit“ entrückte.

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