Dienstag , 18 Januar 2022
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Märtyrer Ayatollah Dr. Beheshti

Am 28. Juni wird jedes Jahr dem Märtyrer Ayatollah Dr. Beheshti gedacht. Aber für viele von uns sind die Dimensionen seiner wissenschaftlichen und kulturellen Aktivitäten und seine unzähligen Bemühungen noch unbekannt.

Am 28. Juni jährte sich der Märtyrertod von Ayatollah Dr. Beheshti zum 39. Mal.

Ayatollah Sayyid Mohammed Husaini Beheschti war ein großer Gelehrter und Vorsitzender des Wächterrates in der Anfangszeit der Islamischen Republik Iran.

Seine kulturellen und religiösen Tätigkeiten während seines Aufenthalts in Deutschland gehören zu seinen wertvollsten Aktivitäten.

Auf die Empfehlung von Ayatollah Boroujerdi reiste Ayatollah Dr. Beheshti nach Deutschland, um das Islamische Zentrum Hamburg zu leiten.

1965 übernahm er für fünf Jahre die Leitung des Islamischen Zentrums Hamburg. Während dieser Zeit gestaltete er das Zentrum zu einer Begegnungsstätte für Muslime aus verschiedenen Nationen und Religionsschulen und begründete diverse Veranstaltungen wie z. B. eine „Fragestunde für am Islam Interessierte“ sowie eine Veranstaltung für in Deutschland studierende Muslime. Bei der Gestaltung der Islamischen Studentenbewegung in Europa spielte er eine entscheidende Rolle.

Ayatollah Beheshti hat in dieser Phase den Kontakt und das Gespräch mit allen kritischen Studierenden gesucht und lernte in sehr kurzer Zeit Deutsch, unter anderem auch um bei den Diskussionen der 68er Bewegung mitzureden. Dafür lud er regelmäßig Studenten in den Rohbau der Moschee ein.

1970 kehrte er in den Iran zurück und wurde zwischen 1975 und 1978 mehrmals von der Geheimpolizei des Schahregimes inhaftiert. 1978 wurde Dr. Beheschti von Ayatollah Khomeini aus dem Exil in Frankreich in den Revolutionsrat berufen. Nach dem Sieg der Islamischen Revolution im Februar 1979 wurde er Vorsitzender der von ihm mitbegründeten Islamischen Republikanischen Partei. Als Mitglied im Expertenrat wirkte er entscheidend an der Ausarbeitung der neuen Verfassung mit.

Am 28. Juni 1981 wurde er bei einem Bombenanschlag auf die Zentrale der Islamisch Republikanischen Partei (IRP) in Teheran zusammen mit weiteren 72 großen Persönlichkeiten getötet, während er einen Vortrag hielt. Der Bombenanschlag wurde von den so genannten Volksmudschahedin ausgeführt. Die Märtyrer werden als Märtyrer des siebten Tir geehrt.

 

 

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