Mittwoch , 6 Juli 2022
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Imam Chomeinis Sicht der Medizinischen Ethik

Ethische Erörterungen für Ärzte, Krankenschwestern und andere medizinische Fachleute

Reza Haidary MBBS PhD
Forschungszentrum für Innere Drüsen- und Stoffwechselkrankheiten
Universität von Teheran für Medizinische Wissenschaften

Zusammenfassung

Dieser Artikel informiert über die Einschätzung Imam Chomeinis (geheiligt sei seine Seele – quddissasirruhu – qs) hinsichtlich verschiedener Gesichtspunkte der Medizinischen Ethik. Der Imam (qs) mit seinem göttlichen Verständnis und Gottesehrfurcht (taqwa) weist dabei Ärzten, Krankenschwestern und anderen medizinischen Fachleuten neue Wege, wie sie der Fürsorge für ihre Patienten und den Pflichten gegenüber Gott, der Religion und ihrem Land entsprechen können.

Die Betrachtungsweise verschiedener Aspekte der Arzt-Patient-Beziehung, die uns der Imam (qs) aufzeigt, und ihre bereichernden Aspekte sind noch ein weiteres geheimnisvolles Merkmal seiner vielseitigen Persönlichkeit und seines mitfühlenden Geistes. Gemäß der Sicht des Imam (qs) haben die medizinischen Fachleute in ihrer Arbeit eine unschätzbare Möglichkeit zur Verehrung Gottes. Nach Aussage des Imam (qs) sollte es das erste Ziel der Ärzte und Schwestern bei ihrer Sorge für die Patienten und bei ihren anderen Diensten sein, göttliches Wohlgefallen zu finden. Wir hoffen, dass die Lehren des Imam Chomeini (qs) den Ärzten, Krankenschwestern und dem anderen medizinischen Fachpersonal Wegweiser sein werden, ihre Pflichten zu erfüllen und sowohl in dieser Welt wie danach erfolgreich zu sein.

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  1. An die Ärzte, das Pflegepersonal und die übrigen Beschäftigten der Krankenhäuser in Teheran gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen …. Ich danke Euch Brüdern und Schwestern für Euren Besuch, um mir Eure Freundlichkeit zu zeigen, und ich flehe zu Gott für Eure Gesundheit und Euren Erfolg. Ihr Ärzte habt eine große Verantwortlichkeit. Ärzte, Krankenschwestern und alle Beschäftigten der Krankenhäuser, alle tragen große Verantwortung, und es handelt sich um die Verantwortung, die Patienten zu behandeln, die Verantwortung bei der Pflege und allgemein die Verantwortung bei der Behandlung, die der Art entsprechen sollte, in der ein Vater sein Kind behandelt, eine Mutter ihre Kinder pflegt. Ihr solltet die Patienten wie eigene Verwandte betrachten, Eure eigenen Söhne und Töchter, und sie mit Liebe und Gefühl behandeln und sie mit Sorgfalt pflegen in der gleichen Art, wie sich eine Mutter ihrer Kinder annimmt. Diejenigen, welche Patienten wurden, sind wie Eure Kinder, Eure Brüder und Eure Schwestern. Sie sollten auf einwandfreie Art gepflegt und behandelt werden. Und im Krankenhaus sollten sie in der gleichen Weise versorgt und gepflegt werden, wie es der Islam möchte, dass sie versorgt und gepflegt werden, und umsorgt mit Verantwortlichkeit. Und ich hege die Hoffnung, dass mit der Errichtung der Islamischen Republik unsere Schwierigkeiten – Inschaallah (so Gott will) – gelöst sein werden. Die Probleme an allen Orten und auf allen Ebenen werden dann gelöst sein. Möge Gott Euch schützen, dann werdet Ihr erfolgreich sein im Dienst für Euer Land, im Dienst für Eure Religion, den Islam, im Dienst für Eure Brüder. Inschaallah werden alle von Euch erfolgreich und siegreich sein. Ich bete zu Gott für alle von Euch und ich bin ein Diener der ganzen Nation. Und ich hoffe, dass ich meinen Dienst vollständig tun kann und dass ich immer die Gelegenheit finde, diesen Dienst wirklich umfassend bis zu seiner Vollendung zu erledigen. Ich hoffe auch auf die Gebete von Euch Freunden, Brüdern und Schwestern, dass Ihr betet, so dass wir auf diesem Wege vorwärts kommen und schließlich sein Ende erreichen. Es ist schwierig, und der Weg dorthin ist voll von Elend und Mühsal. Aber gemäß dem Willen Gottes, des Allmächtigen und Allerhöchsten sind wir bis zu diesem Punkte gelangt, und mit der Hilfe aller Schichten der Nation werden wir – Inschaallah – schließlich das Ziel erreichen. Friede sei mit Euch allen. Möget Ihr alle erfolgreich sein.“1

  1. An den Minister für Islamische Führung und an die Mitglieder des Komitees für die Verbreitung des Islam sowie des Komitees für die Feiern der 10-Tage-der-Dämmerung gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„….Es ist sehr wichtig, dass unsere Spezialisten ihren eigenen Fähigkeiten und ihrem eigenen Urteil vertrauen. Ihr wart Zeugen, wie Muhammad Reza den Geist unserer Ärzte quälte. Seine Einstellung zu unseren Ärzten war beleidigend. So ließ er zum Beispiel selbst minimale Behandlungen nicht im Iran sondern im Ausland durchführen. Das war damals wirklich entmutigend für unsere spezialisierten Ärzte und so dachten sie, dass wir in allen fortgeschrittenen und spezialisierten Bereichen der Medizin rückständig wären. Heute müssen wir fest geloben, dass wir in allen Bereichen in vorderster Linie stehen… “ 2

  1. An die Professoren der Teheraner Universität gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„…Der Unterschied zwischen den monotheistischen Denkschulen, von denen der Islam die größte ist, besteht darin, dass der Islam in genau dieser Art und Weise eine neue Wirklichkeit (schaffen) will und in eben dieser medizinischen Wissenschaft einen neuen Pragmatismus (=Beziehung zwischen richtigem und erfolgreichem Denken und Handeln; d.Ü.) sucht.“ 3

  1. An den Minister für Straßenbau und Transport sowie an die Offiziellen dieses Ministerienbereichs gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„……In der Ergänzung dazu ist es eine unbedingte Notwendigkeit, das Gesundheitswesen und die medizinischen Dienste auch den bisher unversorgten Menschen in den Dörfern zugänglich zu machen…“ 4

  1. An die Familien der Märtyrer der Medizinischen Universität, an die iranischen und ausländischen Studenten der Seminarien von Qom, an die Mitglieder der Gesundheitskomitees der Islamischen Konsultativen Versammlung (Parlament), an das für die Versorgungsdienste für die Verwundeten während des Iran-Irak-Krieges zuständige Armee-Personal sowie an Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„… Ich muss den Ärzten danken und sie darauf verweisen, dass Gott der Allmächtige und Allerhöchste denjenigen einen sehr hohen Rang gibt, die auf SEINEM Weg kämpfen und sich abmühen und ein sich auf Gottes Weg abmühender (mudschahid) nimmt eine hohe Position ein auf dem Wege Gottes. Eine dieser Positionen ist denen vorbehalten, die, um Gott zu gefallen, das Los eines Menschen erleichtern, der Leid erduldet. Besonders in der jetzigen Zeit und an diesem Ort, an dem wir uns befinden, sind Eure Dienste in Wirklichkeit ein Kampf auf dem Wege Gottes. Aber Ihr müsst bedenken und sorgfältig beachten, dass alles um SEINETWILLEN geschehen muss, wenn es ein Kampf auf dem Wege Gottes sein soll. Falls es um SEINETWILLEN geschieht, wird es ewig sein. Werke, die für Gott getan werden, sind immerwährend und niemals endend. Werke, die für die Welt getan werden und für materialistische Zwecke, vergehen selbst auch mit diesen materialistischen Dingen und der Welt. Und wer dafür arbeitet, der wird ebenso mit der Welt und den materialistischen Dingen untergehen. Ihr Ärzte, so muss es gesagt werden, seid wie mudschahids auf dem Wege Gottes, und Ihr müsst beachten, dass Eure Ziele keine weltlichen Ziele sein sollen. Eure Ziele sollen göttlicher Natur sein. Bemüht Euch um göttliche Ziele, ein weltliches Ziel steht hinter einem göttlichen zurück, aber versteht wirklich, dass ein materialistisches Ziel geringer ist als das Göttliche, und deshalb dahinter zurücksteht. Falls Ihr von weltlichen Zielen besessen seid, spielt es keine Rolle, wie oft Ihr sagt, es geschehe für Gott, doch es wird niemals korrekt sein.“ 5

  1. An die Mitglieder der Dschihad-Organisation der Islamischen Universität, Fakultät für Industrielle Technologie, und die Mitglieder der Industriellen und Technologischen Forschungsorganisationen gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„…Der Islam stimmt vollständig überein mit der fortschreitenden Spezialisierung, mit der Zunahme des Wissens, aber einer Spezialisierung und einem Wissen, die der Nation dienen. Der Dienst muß mit den Interessen der Muslime übereinstimmen. Eine Auffassung geht dahin, dass wir keine Spezialisten haben sollten, und einige Leute verbinden diese Frage mit der Verbreitung des Islam. Wenn Muslime beispielsweise sagen, dass die Universität eine revolutionäre islamische Kultur haben sollte und es auch Bedingung ist, dass die Universitäten islamisch sind, dann leiten diese Leute davon sofort die Bedeutung ab, dass die Universitäten keine Ärzte benötigen würden, sie brauchten keine spezialisierten Doktoren, sie brauchten keine Spezialisten für fortgeschrittene Industrien, man solle nur zu den Universitäten gehen und über islamisches Recht und islamische Probleme diskutieren. Doch das ist nur eine der bösartigen Verschwörungen, die vielleicht einige Leute oder Gruppen dem Islam und islamischen Gemeinschaften zuschreiben.“ 6

  1. An die Ärzte, Krankenschwestern und das Personal des Herzkrankenhauses sowie einige andere Personen gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen …. Dank sei den Ärzten, Krankenschwestern und den anderen Mitarbeitern des Krankenhauses. Während der Zeit, die ich im Krankenhaus verbrachte, war ich ein Grund der Besorgnis für Euch alle, und jetzt darf ich Euch verlassen. So danke ich Euch allen und bete für Euch alle. Ich hoffe, dass in dieser Zeit wir alle, und besonders während dieser empfindlichen Augenblicke, die unsere Nation durchstehen muss, während Verschwörungen gegen unsere Nation und das Land ausgebrütet werden, dass die ganze Nation, alle Klassen der Menschen, Hand in Hand zusammenstehen und die Verschwörungen zunichte machen. Ich bin Euch allen sehr dankbar, allen Beschäftigten, den Arbeitern des Krankenhauses und den angesehen Ärzten, die während dieser Zeit ihre große Liebe und Sorge für mich gezeigt haben, und wie ein Sohn, der seinen alten Vater pflegt, mich gepflegt haben. Ich bin so dankbar. Möge Gott Euch und die ganze Nation schützen.“ 7

  1. An den Präsidenten, den Sprecher des Parlaments, den Premierminister, den Leiter des Freitagsgebets und den Gouverneur von Esfahan sowie weitere Personen gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„…Die Propheten haben sich manchmal ebenfalls für etwas gerühmt, allein es geschah für die Führung, und es geschah nicht für sie selbst. Die Art der Führung war mit einem, mit dem Wissen des Unsichtbaren. Wie ein Arzt, der frei ist von allen selbstsüchtigen Wünschen, der aber beobachtet, dass die Menschen von Krankheiten erschöpft werden, wenn er seine medizinischen Kenntnisse nicht erwähnt, seinerseits schließlich ebenfalls durch eine Krankheit erschöpft werden wird, und der deshalb gezwungen ist, sich wegen seiner medizinischen Kenntnisse selbst zu rühmen, obgleich er sich gar nicht loben will, so muss ich mich als Sachverständigen bei der Behandlung einer Krankheit bekennen. “ 8

  1. An die Geistlichkeit von Teheran gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„….Die medizinische Wissenschaft kann ohne Arzt nicht effektiv wirken, sie braucht den Arzt, ein Spezialist wird benötigt. Der Islam ohne Spiritualität ist vergleichbar mit einer Medizin ohne Arzt.“ 9

  1. An die Professoren der Teheraner Universität gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„…Die medizinische Wissenschaft nahm ihren Weg vom Osten nach Westen.“ 10

  1. An die studentischen Mitglieder der Islamischen Vereinigung, Fakultät für Rechtswissenschaft und Lehrerausbildung in Ardabil gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„….Der Westen hat alles durch Kolonialismus erworben …die Medizin durch Kolonialismus, die Kultur via Kolonialismus.“ 11

  1. An den Minister für Kultur und Höhere Ausbildung und die Fakultät der Universitäten und Institute für Höhere Ausbildung gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„….Ihr zwei Gruppen (Geistlichkeit und Lehrer) seid die Mentoren der Gesellschaft. Sobald ein Fundament vorhanden ist, ist weiteres bildungs- und wissenschaftliches Üben unerlässlich. Wenn man einen Arzt korrigieren will, dann nicht mit der Perspektive, was für ein guter Arzt er doch morgen sein wird. Dieser Arzt wird morgen ein Fachmann sein, ein Fachmann, der dadurch Geld verdient, dass er des Patienten Behandlung verzögert, weil er dann mehr Geld für seine Visiten erhält! Was für ein guter Arzt er doch ist! Was die medizinische Wissenschaft betrifft, ist er tatsächlich ein sehr guter Fachmann! Aber weil er vom Charakter kein starkes Pflichtgefühl hatte, verbesserte er sich nicht, er war nicht fromm, er entwickelte sich nicht zu einer gottgeweihten Person, denn dieser Arzt verzögerte die Behandlung eines Patienten; heute schreibt er ein Rezept, und weil er eine Vereinbarung mit dem Apotheker hat, schreibt er ein teures Rezept aus; und so verursacht er dem armen Patienten zusätzliches Leiden. Wenn dieses Rezept nicht am selben Tage wirkt, so schreibt er morgen ein weiteres aus! Und mehr und immer noch mehr! Obschon er doch vom Gesichtspunkt des medizinischen Wissens ein guter Arzt war!“ 12

  1. An die Mitglieder der Islamischen Stiftungen des Ministeriums für Öffentliche Gesundheit und Wohlfahrt und Personen aus verschiedenen Lebensbereichen gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„….Heute sind sowohl das Personal der Islamischen Stiftungen des Ministeriums für Öffentliche Gesundheit und Wohlfahrt, ebenfalls die Ärzte und Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens in Khusistan und der geschätzte Stab der Krankenschwestern der Provinz hierher gekommen. Ich will etwas sagen zu Euch Ärzten, Krankenschwestern, Arbeitern für öffentliche Gesundheit und Personen der gesundheitlichen Fürsorge aus dem ganzen Lande … dass nämlich medizinische Tätigkeit und Pflege und Dienst für diese Patienten, die im Krankenhaus liegen, ein zwar sehr schwieriger aber auch ein sehr wertvoller Dienst sind. Die Patienten zu pflegen ist sehr schwierig und gute Pflege ist sehr verdienstvoll, und dies gilt in gleicher Weise für die medizinische Tätigkeit und Sorge für Patienten, Verletzte und Verstümmelte, und das Bemühen, sie mit allem zu versorgen, ist schwierig, und so ist die richtige Tätigkeit lobenswert. Auch alle anderen Ministerien müssen ihre Tätigkeit korrekt ausführen und eine korrekt ausgeführte Arbeit hat ihren Wert, doch haben die Krankenhäuser ihre spezielle Wichtigkeit.

Ihr seid auch beschäftigt mit der Sorge um eine vereinzelte und abgetrennte Person. Ihr und speziell die Krankenschwestern, die sich um die Patienten kümmern, solche Patienten, deren Herzen gebrochen sind, sie benötigen geistige Pflege, sie brauchen geistigen Frieden, und Ihr solltet diese Patienten mit aller Liebe und Fürsorglichkeit pflegen, wie eine Mutter, eine Schwester und Bruder und Vater. Das beeinflusst die Geisteshaltung des Patienten und dadurch ihre Gesundung und erreicht sogar eine viel schnellere Gesundung, und im Gericht Gottes des Allmächtigen ist der höchste Dienst dieser Menschen, der höchste Dienst dieser Diener Gottes, sehr wertvoll. Und das, was ich erbitten muss von den Krankenschwestern, Ärzten und dem sonstigen Fachpersonal und jenen, die ihre Dienste in den Krankenhäusern von Khusistan und anderen vom Krieg betroffenen Gebieten leisten, diese Eure Dienste in jenen Krankenhäusern sind wertvoller als an allen anderen Plätzen. Die Dienste dort werden unter Gefahren erbracht und Ihr seid dort um Dienste zu erbringen und das im Angesicht von Leuten, die keine Gnade kennen gegenüber den Krankenhäusern und keine Gnade kennen gegenüber Schulen. Dieser Dienst ist sehr edel und sehr wertvoll. Und jemanden zu pflegen, der seine Gesundheit verloren hat, seine Gliedmaßen, seine Sicherheit auf dem Wege Gottes, das ist ein großer wertvoller Dienst im Gericht Gottes, des Allmächtigen, des Allerhöchsten. Aber es muss sehr aufmerksam beachtet werden, dass die Umgebung des Krankenhauses eine islamische Umgebung sein sollte, und ebenfalls, dass Euer Verhalten gegenüber diesen Patienten, diesen verstümmelten Patienten, so sein sollte wie das Verhalten einer Mutter, eines Vaters, eines Bruders und einer Schwester. Diese Arbeit ist sehr schwierig und wertvoll und erfordert ein großes Maß an Verantwortung. Die Arbeit der islamischen Gesellschaften ist ebenfalls wertvoll und ihre Verantwortung ist ebenfalls groß. Deshalb ist es meine Bitte, mein Rat an alle islamischen Gesellschaften der ganzen Nation, und ebenso die Ärzte, die Krankenschwestern und die Mitarbeiter in der Gesundheitsfürsorge, besonders in den vom Krieg betroffenen Gebieten und jenen Gebieten, die sich in dieser Gefahr befinden, mit all Eurer Kraft und Fähigkeit zu versuchen, dass all Euer Handeln islamisch sein sollte, Eure Manieren sollten edel sein und Euer Verhalten menschlich und islamisch. Möge Gott der Allmächtige und Allerhöchste allen Brüdern und Schwestern seinen Lohn gewähren, den Lohn, den jene Frauen erhielten, die zur Zeit des Beginns des Islams die islamische Armee pflegten. Inschaallah werden in Euer Buch der Taten diese Auszeichnungen ebenfalls eingeschrieben werden.“ 13

  1. An die Studenten der Fakultäten für Literatur und ausländische Sprachen gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„…. Medikamente, die in westlichen Ländern verboten sind, deren Gebrauch ist hier (in der Dritten Welt) erlaubt … Diese werden in Länder der Dritten Welt versandt. … Ein Arzt, dem das Praktizieren dort verboten ist, wird hierher geschickt und ihm wird medizinisches Praktizieren hier erlaubt. Vielen der Ärzte, die dort Medizin studiert haben, wird die Erlaubnis verweigert, dort als Arzt zu praktizieren. … Sie erhalten Zertifikate oder Diplome unter der Bedingung, dass sie dort nicht das Recht haben, als Arzt zu praktizieren, sondern ins eigene Land gehen sollen und dort als Arzt praktizieren. Das deshalb, weil in den Augen der kolonialistischen Länder die Länder der Dritten Welt keinen Wert besitzen. Alle Dinge, die sie für sich selbst wünschen, wollen sie nicht für uns. Was sie uns geben, ist eine andere Sache.“ 14

  1. An den Gesundheitsminister und die Mitarbeiter im Ministerium gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen! Ich habe die Hoffnung, dass Ihr Herren, die Ihr in einem Ministerium seid, Euren Dienst für die Gepeinigten bringt, für die Patienten, für die Kranken, für die Verletzten. Möge Gott Euch segnen mit mehr Gelegenheiten und möge Gott Euch segnen mit Aufrichtigkeit, so dass Eure Dienste allein für Gott sind und Ihr für Gott diese wertvollen Entbehrungen auf Euch nehmt und Ihr allein hofft, die Belohnung für diese Entbehrungen zu erhalten von Gott dem Allmächtigen, dem Allerhöchsten. Das Problem der Gesundheit ist eine der wichtigsten Angelegenheiten. Der Arzt ist ebenfalls wichtig, die Krankenschwester ist ebenfalls wichtig, auch das Personal der Gesundheitsfürsorge dieser Organisation ist wichtig. … Aber der Punkt, der sehr wichtig ist für die Ärzte, die Krankenschwestern und jene, die einbezogen sind in die Bemühungen für die Patienten, die Kranken und Verwundeten, ist, dass sie eine mitfühlende Geisteshaltung haben sollten. Eines der Dinge, das hilft, Patienten zu heilen und ihre normale Gesundheit wieder zu erlangen, ist, dass ihre Ärzte, ihre Krankenschwestern ihnen geistige Kraft verleihen. Wenn jemand den Glauben besitzt, dass er sich von seinem Leiden erholen wird, so hilft ihm das auf dem Weg, wieder gesund zu werden, wenn er aber glaubt, dass er von seiner Erkrankung nicht mehr gesunden wird, bringt ihn das schneller in Richtung zum Tod. Und das ist die Verantwortung der Ärzte und der Krankenschwestern. Wo immer Frauen als Krankenschwestern sich um weibliche Patientinnen kümmern und Männer als Krankenpfleger um männliche Patienten besorgt sind, dieser Punkt muss im Bewusstsein gehalten werden, dass eine mitfühlende Einstellung gegenüber ihnen und die Vermittlung von Hoffnung und die Aussicht auf Gesundheit mithilfe Gottes, verhilft ihnen wieder zu ihrer Gesundheit. Bei Eurer Hilfe und dem Dienst, den Ihr erbringt, benehmt Euch freundlich ihnen gegenüber, für Euch gibt es die Belohnung von Gott, dem Allmächtigen und Allerhöchsten. Nehmen wir einmal den Fall eines Patienten, der sich nach Eurer Einschätzung mit Gewissheit nicht mehr von seiner Krankheit erholen wird, außer erstens, dass die verborgene Hand (Gottes) nun einmal jenseits unserer Erfahrung aus vergleichbaren Fällen wirken kann, so dass Ihr die Hoffnung nicht verlieren dürft. Und zweitens wird es besser sein, wenn ein Patient, der dabei ist, diese Welt zu verlassen, diesen Weg mit ein wenig Glücksgefühl im Herzen und mit Hoffnung antritt. Deshalb solltet Ihr ihm nicht mitteilen, dass er nach Eurer Ansicht nicht genesen wird. Das würde nur seine Krankheit verlängern, vielleicht zu seinem früheren Sterben führen und er würde gar mit niedergedrücktem Herzen diese Welt verlassen. Aber falls Ihr ihm Hoffnung vermittelt habt, zeigt ihm Eure Zuneigung, behandelt ihn freundlich, leistet ihm Euren Dienst aufrichtig, erfüllt Eure Pflicht mit einem fröhlichen Gesicht, gerade bei jenen Patienten, die am meisten deprimiert sind, und wenn alles in dieser Weise erledigt ist und Ihr seht, dass er trotzdem dabei ist, diese Welt zu verlassen, so sollte er doch möglichst hoffnungsvoll und frohen Mutes gehen – und es wird unschätzbar für Euch sein.

Die Ärzte müssen immer die Tatsache beachten, dass ihre Arbeit sehr wichtig ist. Eure Arbeit hängt mit dem Leben der Menschen zusammen und ist daher von größter Bedeutung. Und so tut Eure Arbeit mit allen Fachkenntnissen, die Ihr besitzt. Und weil viele unserer Ärzte sich nicht in diesem Lande befinden oder aus dem Iran weggegangen sind oder sich dort irgendwo aufhalten, aber nicht in ihr Land zurückkommen, ist dies eines der Probleme, dass diese Ärzte, die sich im Ausland befinden, es noch nicht beachten, dass ihr eigenes Land ihre Anwesenheit brauchen würde. Sie sind in diesem Land aufgewachsen, sie haben ihre Ausbildung in diesem Land erhalten und sind dann zwar ins Ausland gegangen, sind aber noch Bürger dieses Landes und dessen Menschen haben ein Recht auf Euch. Der Islam rechnet mit Euch. Diese islamische Nation, die jetzt mit allen Sorgen, die sie hat, belastet ist, und mit allen Katastrophen, welche durch die Vorsehung hervorgebracht wurden, sie erduldet Leid. Und Ihr Ärzte, die Ihr im Ausland sei, wir nehmen einmal an, dass Ihr auf Eure eigene Lebensdauer achtet, aber auch für das Wohl der Menschen arbeitet. Für was? Wäre es nicht besser, diese Arbeit im Dienst für jene zu erbringen, die gequält werden? Im Dienst für Patienten Eures eigenen Landes zu stehen? Im Dienst dieses Landes, das unterdrückt wird und das lange Jahre unterdrückt war, heute aber der Vorherrschaft von Ost und West zu entkommen wünscht. Letztere üben starken Druck aus – von allen Seiten üben sie Druck aus. Reicht dieser Druck noch nicht für Euch aus? Ihr Ärzte seht Euch das von außen an und stellt fest, dass es hier einen Mangel an Ärzten gibt. Überall haben wir einen Mangel an spezialisierten Ärzten, und Ihr seid solche Spezialisten. Unter so schwierigen Bedingungen und in so schwierigen Situationen haben schon Eure Vorväter ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Und Ihr lebt scheinbar als mache es keinen Unterschied in einem fremden Land, statt hier den Patienten den Dienst zu tun, denen, die im Krieg verstümmelt wurden, die im Krieg gelitten haben und große Sorgen ertragen mussten, und da wollt Ihr ein ruhiges Gewissen haben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass – falls Ihr dies alles nur eine Stunde bedenkt – Ihr Euch mit einer erwachten Einsicht doch entscheidet, dort zu bleiben.“

„….Ich habe die Hoffnung, dass die Situation in den Krankenhäusern bald besser wird als noch gegenwärtig und den Krankenhäusern auch zunehmend Beachtung geschenkt wird. Es sollte nicht vorkommen, dass ein Patient ein Krankenhaus aufsucht und er wird nicht behandelt. Das ist eine Sache, die gegen das menschliche Gewissen verstößt, auch gegen Gerechtigkeit und gegen Gottgefälligkeit. Diesen Problemen muss sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein Patient kommt zu einem Krankenhaus und er braucht dringend Behandlung, und wenn man ihm an diesem Platz – Gott möge es verhüten – sagt, man könne ihn hier nicht behandeln, und der Patient geht zu einem anderen Krankenhaus, und auch dort will man ihn nicht behandeln, und falls er – Gott möge es verhüten – während dieses Betretens und Verlassens der Krankenhäuser stirbt, trifft die Verantwortung die Personen, die in dieser Weise gehandelt haben.

Ihr müsst alle sehr sorgfältig arbeiten. Besonders unter diesen Bedingungen, wo Euer Dienst so besonders wertvoll ist. Eure Dienste geschehen vor dem Angesicht Gottes und sind sehr wertvoll, gleichzeitig ist die Verantwortung sehr hoch. Es ist absolut notwendig, dass Ihr ganz aufmerksam Eure Pflichten erfüllt. Und ich hoffe, Ihr werdet erfolgreich sein bei Eurer Pflichterfüllung gegenüber den Unterdrückten und besonders gegenüber denjenigen, die gerade von der Kriegsfront zurückkommen und dabei ihre Gesundheit verloren haben, als sie ihre Pflicht erfüllt haben, Euch zu schützen, und Ihr werdet erkennen, was dieses von Gott geschickte Los den Muslimen antut. Wir müssen dabei natürlich auch auf uns selbst acht geben. In jeder Hinsicht müssen wir auch unseren eigenen Angelegenheiten sorgfältig gerecht werden, und auch, was Gesundheit und Wohlfahrt anbetrifft, an uns selbst denken. Wir sollten nie mehr warten wie in der Vergangenheit, dass wir ins Ausland gehen und von dort die Lösung bringen. Wir müssen sorgfältig überlegen und uns bemühen, indem wir selbst hart arbeiten, indem wir auch selbst leiden, diese Lasten zu tragen und sie zu ihrer Bestimmung bringen, und hoffen auf die Gunst Gottes und Gottes Hilfe. Und Gott segne Euch mit Glück, so dass Ihr all Eure Pflichten in genauer Art und Weise erfüllt.

Und ich betone nochmals besonders die Sorge um die Patienten, seid sehr einfühlsam, wie ein Diener des Hauses, an einem Platz, wo es Arzt und Krankenschwester gibt, muss die Haltung eine höfliche Haltung sein, das Benehmen sollte liebevoll sein. Stellt Euch vor, Ihr wäret selbst ein Patient und müsstet in ein Krankenhaus zur Behandlung, was Ihr dann erwarten würdet: von der Krankenhausverwaltung, von den dortigen Ärzten, von den dortigen Krankenschwestern. Die gleichen Erwartungen, die Ihr hegen würdet, haben alle Patienten an Euch. Somit ist es die Pflicht, dass dieser ethischen Seite genügend Beachtung geschenkt wird und ich hoffe, dass Ihr dabei erfolgreich sein werdet, mit der Hilfe Gottes und siegreich bei seinen Aufgaben.“

„Ein weiterer notwendiger Aspekt ist die Vorbeugung gegen Krankheiten. Eigentlich ist ihre Bedeutung größer als selbst die Behandlung. Denn wir können – und Ihr könnt – versuchen, Methoden anzuwenden, dass es weniger Krankheiten gibt. Maßnahmen sollten im Land durchgeführt werden, dass die Gewässer von Verschmutzung gesäubert werden. Nahrungsmittel sollten nicht verunreinigt sein. Die Ärzte müssen Methoden entwickeln und einführen, durch die Erkrankungen verhindert werden. Wir sollen also nicht warten, bis eine Krankheit ausbricht und sie dann wieder beseitigen, sondern wir müssen Vorbeugungsmaßnahmen anwenden, dass Erkrankungen erst gar nicht vorkommen. Das ist eine wichtige Angelegenheit und ihr muss volle Aufmerksamkeit geschenkt werden. So hoffe ich, dass die verantwortlichen Personen bei dieser Aufgabe erfolgreich sein werden. Und bei allen Pflichten vertraut auf Gott. “ 15

  1. An die Mitglieder des Islamischen Ärzteverbandes von Isfahan gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„….Ihr seid Ärzte, so möge Gott Euch schützen! Ihr müßt wie ein Vater zu den Patienten sein und Euch für sie interessieren, so dass sie wieder gesund werden. In der gleichen Art, als ob – Gott möge es verhüten – Euer eigenes Kind krank würde, wie Ihr dann besorgt wäret, so müßt Ihr die Arbeit tun. Denn die Patienten sind Eure Brüder. Eure Schwestern. Gott hat ein Band der Brüderschaft zwischen den Gläubigen gestiftet: Die Gläubigen sind Brüder (Heiliger Qur’an: Sure Hujuraat, Vers 10). Derjenige, der krank ist, wurde Euer Bruder. Diejenige, die hier krank ist, erweist sich als Eure Schwester. Behandelt sie alle mit vollkommener Freundlichkeit. Selbstverständlich müssen die Krankenschwestern ihren Dienst in der gleichen Weise leisten.“ 16

  1. Allgemein an Ärzte und Krankenschwestern gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„….Ich danke Euch allen in diesen schweren Zeiten, dass Ihr so schwer für die Patienten arbeitet, und Euch um die Verwundeten und Erkrankten kümmert und ihnen beisteht. Ich bin Euch sehr dankbar und auch Gott möge seine Freude an Euch haben! Ihr in dieser historischen Zeit seid ein Lichtstrahl Gottes. Um Gottes willen habt Ihr alle Eure Pflichten erfüllt. Ich bin all diesen geschätzten Damen und Herren dankbar. Möge Gott Euch segnen mit Ehre, Gesundheit und Erfolg.“ 17

  1. An die Ärzte und Mitarbeiter der Gesellschaft vom Roten Halbmond der Islamischen Republik Iran gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„….Alle Taten, die Ihr heute tut, werden im Angesicht Gottes bewertet. Öffnet das Konto Eurer Werke für Gott. Und weil Euer Beruf derjenige ist, der in direkter Beziehung steht zum Dienst für die Unterdrückten, die dringend Hilfe benötigen, zeigt dieser Gesichtspunkt sofort, dass Ihr in einer empfindlichen Situation seid, die Euch auffordert zu helfen! Eure Hilfe ist so wertvoll, und falls Ihr nachlässig bei der Pflichterfüllung wäret, was Gott verhüten möge, käme das der Pflichtumgehung nahe. Wir alle haben die Pflicht, unser Land, das alles verloren und das man geplündert hat, fleißig wieder aufzubauen.“

„…Ich appelliere an den Verband der Ärzte, dass die Studenten, die Ärzte, jene die Freiwillige sind, ihre Dienste erbringen, und Wir sprechen über diese Verantwortung in der Gegenwart Gottes. Ihr praktiziert als Mediziner in der Gegenwart Gottes, eifrig im Dienst. Wenn Ihr diese Vision ausdehnt und bedenkt, es geschieht in Gottes Gegenwart, wenn Ihr geht und einen Patienten besucht, so bedenkt weiter, dass dieser Patient selbst von Gott ist, und dass es sich um die Bühne Gottes handelt. In der Gegenwart Gottes praktiziert Ihr die Medizin, in der Gegenwart Gottes erbringt Ihr Eure Dienste. Wenn dieses Gefühl erst in einem Menschen erwacht ist und er dessen wahre Bedeutung erkennt, und sein Gewissen verbleibt bei all seinen Tätigkeiten ständig auf dieser Höhe, dass wir immer in der Gegenwart Gottes, des Allmächtigen und Allerhöchsten, stehen, so wird dieser Mensch seine Handlungen immer angemessen ausführen.“

„….Wir müssen die Arbeit in der bestmöglichen Art erledigen und wenn alle desgleichen empfinden, sowohl derjenige, der den Patienten pflegt, ebenso wie der Arzt, so erledigen sie ihre Arbeit in angemessener Weise, untersuchen den Patienten sorgfältig, überlegen gründlich, und unterscheiden nicht zwischen den Menschen, zum Beispiel zwischen einem armen und einem reichen Patienten. Sie werden sogar die armen eher begünstigen als die anderen, denn der arme Patient fühlt sich zurückgesetzt und braucht mehr Unterstützung und Zuwendung. Wenn er zum Beispiel der armen Person eine Injektion gibt, betrachtet er das als einen Dienst, einen Dienst, den er erbringen soll, und er tut das auf eine gute Art und Weise. Für seine Dienste nimmt er den Lohn. Aber wenn er seine Dienst nicht gut erbracht hat, dann ist der Lohn illegal (haram) für ihn und das gleiche gilt für alle von uns, für alle von Euch, für alle Angehörigen der Nation und für mich.“ 18

  1. An die Doktoren der traditionellen Medizin, die Studenten und die Beschäftigten der Universität von Schiraz gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„…Wenn wir diese grundlegenden Probleme erledigt und die Fundamente Eures Landes gesichert haben werden, dann könnt Ihr nach den Methoden der traditionellen Medizin forschen. Sie entwickeln sich ebenso wie die moderne Medizin. Aber jetzt ist nicht die Zeit, Eure Energien auf die Frage zu verwenden, ob die islamische Medizin, wie Ihr sagt, oder die traditionelle Medizin von Abu Ali Sina (Avicenna) oder Razi in die praktische Tätigkeit des Arztes übernommen werden soll oder andere Systeme der Medizin. Das kann jetzt nicht geklärt werden. Jetzt befindet Ihr Euch in der Situation, dass die bloße Existenz Eures Landes bedroht ist. “

„…Jetzt ist die Zeit, die grundlegenden Voraussetzungen der Universität zu bedenken, und damit sowohl der traditionellen Medizin wie der modernen Medizin, wie ist ihr gegenwärtiger Zustand …“

„….Eines der Probleme ist das der althergebrachten Medizin. Gewohnheitsmäßig wurden alle Krankheiten, die auch heute noch existieren, mit Kräutermedizin kuriert und diese Behandlungsmethode war eine der grundlegenden Errungenschaften. Übrigens profitierte auch Europa von der Medizin des Abu Ali Sina bis in die jüngste Vergangenheit, vielleicht bis in die Gegenwart, aber sie geben es nie öffentlich zu….“

„…Sie wollen dass wir denken, wir wären nichts und sie wären alles, und so wollen sie uns vom Status der Menschlichkeit verdrängen. Sie sagen, wir hätten in Wirklichkeit gar nichts. Nun wisst Ihr zwar, dass wir Ärzte haben, auch Spezialisten, aber wenn jemand eine Krankheit bekommt, dann geht er nach England, oder er geht nach Amerika, obwohl es möglich ist, hier behandelt zu werden, aber sie gehen ins Ausland.“ 19

  1. An die Ärzte von Qum gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„…Ihr meine Herren, die Ihr Ärzte und Doktoren seid, wisst besser als wir, welche Schwierigkeiten sie uns auferlegt haben. Ihr wart bessere Zeugen der Schwierigkeiten als wir. Aber wir haben gemeinsam erlebt, was alles während der vergangenen 50 und weniger Jahre geschehen ist und erlebten viele Schwierigkeiten.“

„…Ein großes Problem für unsere Nation ist, dass sie uns alle mißtrauisch gemacht haben gegen unsere eigenen Leute. Wenn wir somit beispielsweise einen Patienten in Teheran haben, sagt man zu ihm, diese Krankheit kann hier nicht behandelt werden. Du solltest, zum Beispiel, nach England gehen, geh‘ nach Paris! Dies ist ein weiteres Problem, dass sie für uns geschaffen haben. “

„…Man glaubt, die Ärzte dort wären so, dass – falls jemand dorthin geht – er erwarten kann, dass etwas Neues mit ihm geschehen wird! Diese Patienten könnten bei uns mit ein wenig mehr Aufmerksamkeit behandelt werden. Wenn sie dorthin gehen, wird es bekannt, ob sie gerecht behandelt wurden oder nicht. Aber es ist nicht so, dass die Ärzte dort Wunder wirken könnten und unsere Ärzte ihnen nicht gleichkämen. “

„…Eine der segensreichen Folgen dieser revolutionären Bewegung ist, dass sie uns zusammengebracht hat. Zuvor waren wir alle voneinander getrennt. Das war ebenfalls eine der Verschwörungen, die uns vereinzelte. Jetzt, wo wir zusammenarbeiten, sind wir die Ärzte des Geistes und Ihr seid die Ärzte des Körpers. Beides sind Ärzte des Menschen. Wir müssen miteinander verbunden sein, wie ein Körper, der ebenso den Geist besitzt wie das Fleisch. Geistlichkeit und Ärzte sind ebenfalls wie ein Körper in der Weise, dass der eine diesen Aspekt besitzt und der andere jenen Aspekt. “

„…Möge Gott Euch alle schützen und möge er uns alle in unserer Verantwortung erleuchten. Ich danke Euch Ärzten alle, dass während dieser Bewegung und während all der Nöte, durch die Eure Verwandten gingen, ebenso wie die Menschen in Eurer Stadt, Ihr all diese Schwierigkeiten ausgehalten und Sorgen gelitten habt. “ 20

  1. An die Ärzte und Krankenschwestern der Islamischen Stiftung und die Mitglieder der Medizinischen Dienste des Imam Chomeini gewandt sagte Imam Chomeini (qs):

„Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen …. Der Mensch ist frei bei der Wahl seines Berufes und auch sonst. Er ist frei geschaffen. Und der Islam hat ihm die Freiheit angeboten. Aber die Menschen selbst sind unterschiedlich bei der Wahl ihres Berufes. Und dieser Unterschied wird beeinflusst durch die verschiedenen Zustände des Bewusstseins und ihre innere Moralität. Einige wählen den Diebstahl als einen Beruf, andere wählen Plündern als einen Beruf, einige wählen den Handel mit Heroin und Drogen und solchen Dingen zu ihrem Beruf. Diese Vorliebe bei der Auswahl basiert auf der Freiheit und ist beeinflusst durch den Zustand des Bewusstseins der Personen. Der Status der Menschen ist schon unterschiedlich nach ihrer Schöpfung und die Unterschiede werden noch größer durch verschiedene Erziehungsmethoden und die Bedingungen ihrer Umwelt. Der eine erlebt in seiner Umgebung unterschiedliche Lehren, die gegen die Humanität und gegen ethische Normen verstoßen, wogegen sie in einer anderen Umgebung wiederum human sind. Einer der sehr geheiligten Berufe ist das Praktizieren der Medizin. Es handelt sich um einen Beruf, der – falls die Ärzte ihre humanitären Pflichten erfüllen -, so ehrenwert ist wie ein Akt der Anbetung. Auch die Krankenpflege ist einer der ehrenwertesten Berufe, der – falls die Person ihre Arbeit nach der Vorschrift und menschlicher Pflicht erledigt, ebenfalls Anbetung von hohem Grade ist. Natürlich gibt es für die Ärzte, Krankenschwestern und das Personal des Krankenhauses einige Verantwortlichkeiten. Die Ärzte sollten ihre Dienste nicht durchführen um materiellen Reichtum zu sammeln. Vielmehr sollten sie ihren Dienst leisten mit der Absicht, den Dienern Gottes zu dienen mit dem Ziel, ihren Beruf zu einem Akt der Anbetung zu gestalten. Die Verdienste, die dazu gehören, sind die Folgen der Anbetung. Doch falls sie – was Gott verhüten möge – vom Pfad ihrer Pflicht abweichen, und diese Abweichung einmal einen Grad erreicht, der Menschenleben gefährdet, dann ist diese Person kriminell. “

„…Ähnliches gilt für Krankenschwestern. Die Pflege eines Patienten ist eine solch schwierige Angelegenheit, aber sie ist unschätzbar wertvoll. Wenn ein Mensch sich mit Freundlichkeit um einen Patienten kümmert, wie ein Bruder, wie eine Schwester, und er erledigt das als eine menschliche gottgeweihte Pflicht, dann handelt es sich um einen unschätzbaren Akt der Anbetung. Seid sorgfältig, dass Euer Beruf stets ehrenhaft ist – andererseits bringt er viele Verpflichtungen. Ihr werdet Eurer Pflicht gegenüber den Patienten in erster Linie durch Freundlichkeit gerecht. Sie brauchen Freundlichkeit noch mehr als sie Medizin benötigen. Ein Patient, der von seinem Zuhause ins Krankenhaus kommt, erlebt sich selbst als einen Fremden. Wenn aber die Krankenschwestern ihm gegenüber Zuneigung zeigen, eine menschliche Haltung, Freundlichkeit, wie ein Bruder oder eine Schwester, dann wird ihn dieses Gefühl, sich selbst ein Fremder zu sein, wieder verlassen. Und vermittelt ihm Friedlichkeit, diese geistige Friedlichkeit hilft ihm bei der Erholung. Seid sorgfältig und – Gott möge es verhüten – beschmutzt diesen Beruf nicht mit materialistischen Bestrebungen, weltlichen Bestrebungen. Sonst habt Ihr zwar Eure Aufgabe erledigt, werdet aber keine Belohnung von Gott erlangen. Ihr müsst in einer solchen Weise tätig sein, dass Euer Beruf gottgeweiht ist, um Gottes willen. Es ist kein Gegensatz, dass es um Gottes willen geschieht, und sie Euch ebenfalls bezahlen. Diese zwei Dinge stehen nicht zueinander im Widerspruch. Aber seid sorgfältig, verhaltet Euch gut zu diesen Patienten. Helft ihnen. Tröstet sie. Sie sind niedergedrückt, ihr müsst liebevoll zu ihnen sein. Euer Beruf ist solch ein unersetzlicher Beruf.“ 21

Danksagungen

Wir danken Dr. Ebrahim Jawadi und Mr. Peyman Shooshtarizadeh für ihre Hilfe bei der Übersetzung.

Quellen

(Datumsangaben nach dem persischen Kalender)

1 Sahifa-ye-Noor, vol.7, p.17, Imam Khomeini (qs), speech, 24th Farwardin, 1358 S.H./ 15th Jamadil al-Awwal, 1399 A.H. Qom.
2 Ibid., vol. 16, p. 113, Imam Khomeini (qs), speech, 25th Esfand, 1360 S.H. / 20th Jamadil al-Awwal, 1402, A.H., Tehran.
3 Ibid., vol. 8, p. 433, Imam Khomeini (qs), speech, 13th Tir, 1358 S.H./ 9th Sha’ban, 1399, A.H., Qom.
4 Ibid., vol. 16, p. 231, Imam Khomeini (qs), speech, 19th Urdibehesht, 1361 S.H./ 5th Rajab, 1402, A.H., Tehran.
5 Ibid., vol. 2, p. 239, Imam Khomeini (qs), speech, 8th Farverdin, 1366 S.H / 28th Rajab, 1408 A.H. Tehran.
6 Ibid., vol. 14, p. 357, Imam Khomeini (qs), speech, 4th Khordad 1360 H.S / 20th Rajab, 1401 A.H., Tehran.
7 Ibid., vol. 12, p. 168, Imam Khomeini (qs), speech, 12th Esfand, 1358 H.S./ 14th Rabi uth Thani, 1400, Heart Hospital, Tehran.
8 Ibid., vol. 20, p. 222, Imam Khomeini (qs), speech, 23rd Esfand, 1365 H.S./ 13th Rajab, 1407 A.H., Tehran.
9 Ibid., vol. 15, p. 6, Imam Khomeini (qs), speech, 10th Tir, 1360 H.S./ 28th Sha’ban, 1401 A.H., Tehran.
10 Ibid., vol. 12, p. 13, Imam Khomeini (qs), speech, 14th Dey, 1358 H.S./ 15th Safar, 1400 A.H., Qom.
11 Ibid., vol. 12, p. 4, Imam Khomeini (qs), speech, 12th Dey, 1358 H.S./ 13th Safar, 1400 A.H., Qom.
12 Ibid., vol. 7, p. 467, Imam Khomeini (qs), speech, 3rd Khordad, 1358 H.S. / 27th Jamadi uth Thani, 1399 A.H., Qom.
13 Ibid., vol. 14, p. 412, Imam Khomeini (qs), speech, 18th Khordad, 1360 H.S./ 5th Sha’ban, 1401 A.H., Tehran.
14 Ibid., vol. 10, p. 433, Imam Khomeini (qs), speech, 11th Aban, 1358 H.S./ 11th Dhil Hajjah, 1399 A.H., Qom.
15 Ibid., vol. 18, p. 233, Imam Khomeini (qs), speech, 16th Azar, 1362 H.S./ 2nd Rabi al-Awwal, 1404 A.H., Tehran.
16 Ibid., vol. 11, p. 267, Imam Chomeini (qs), speech, 25th Azar, 1358 H.S./ 26th Moharram, 1400 A.H., Qom.
17 Ibid., vol. 6, p. 340, Imam Khomeini (qs), speech, 16th Esfand, 1357 H.S. / 8th Rabi uth Thani, 1399 A.H., Qom.
18 Ibid., vol. 8, p. 109, Imam Khomeini (qs), speech, 1358 H.S./ 1399 A.H., Qom.
19 Ibid., vol. 9, p. 6, Imam Khomeini (qs), speech, 17th Tir, 1358 H.S./ 13th Sha’ban, 1399 A.H., Qom.
20 Ibid., vol. 6, p. 421, Imam Khomeini (qs), speech, 1358 H.S./ 29th Rabi uth Thani, 1399 A.H., Qom.
21 Ibid., vol. 12, p. 285, Imam Khomeini (qs), speech, 23rd Urdibehisht, 1359 H.S./ 27th Jamdi uth Thani, 1400 A.H., Tehran.

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