Der internationale Al-Quds-Tag zur Unterstützung der Palästinenser

Imam Chomeini , der Begründer der Islamischen Revolution  hat nach dem Revolutionssieg den letzten Freitag im Monat Ramadan zum Al-Quds-Tag ernannt. Er hat gesagt: „Der Al-Quds-Tag ist nicht nur der Tag Palästinas sondern auch der Tag, an dem den Supermächten klar gemacht werden muss, dass sie nicht in den islamischen Ländern weiterkommen können.“ 

 „Der Al-Quds-Tag ist ein Tag, an dem wir alle Supermächten warnen müssen: Islam unterliegt nicht mehr eurer Vorherrschaft und nicht mehr euren üblen Taten. Der Al-Quds-Tag ist der Tag an dem der Islam lebt.“

Imam Chamenei führt die aktuellen Leiden in der Islamischen Welt , wie in Palästina und die Kriege in Jemen, in Westasien und in Nordafrika, auf die fehlende Einheit gegenüber dem gemeinsamen Feind zurück . Er bezeichnet die Palästinafrage als die größte Tragödie für die Islamische Welt, weil  ein ganzes Volk aus seiner Heimat vertrieben wurde.

Die Republik Iran proklamierte den internationalen Al-Quds-Tag zur Unterstützung des palästinensischen Volkes und zur Verurteilung der Umtriebe der USA und des zionistischen Regimes in der Region.  Die Islamische Republik ist davon überzeugt, dass sich nur dann ein gerechter Frieden in Westasien herstellen lässt, wenn die Besatzung Palästinas beendet wird und die Rechte des palästinensisches Volkes  vollständig hergestellt wurden – zum Beispiel das Recht auf Rückkehr aller Flüchtlinge in die Heimat ihrer Väter und die Gründung eines einheitlichen palästinensischen Staates mit Al-Quds als Hauptstadt  basierend auf einer Volksbefragung unter allen wahren Besitzern Palästinas, die sich aus Muslimen, Christen und Juden zusammensetzen. Darum unterstützt die Islamische Republik den Widerstandskampf der Palästinenser gegenüber den zionistischen Besatzern.

Die revolutionäre  iranische Verfassung unterstreicht die Verteidigung der Rechte der Muslime und die Unterstützung der Unterdrückten und Befreiungsbewegungen gegenüber den Unterdrückern. Dieser Grundsatz ist im Artikel 152 und  154 der Verfassung verankert.

Die Bekämpfung von arroganten Mächten und Verteidigung von Unterdrückten gehört zu den Losungen der Islamischen Revolution. Revolutionsführer Ayatollah Chamenei betont in der Erklärung zum Zweiten Schritt der Revolution:

„Die Islamische Revolution hat mutig die Entrechteten und Unterdrückten verteidigt. Dieser Edelmut und  dieses revolutionäre Mitgefühl, diese Aufrichtigkeit und Stärke, diese internationale und regionale Spannweite der Unterstützung  für die Unterdrückten auf der Erde gereichen dem Iran und den Iranern zur Ehre, und so möge es immer sein.“

Auch hat Ayatollah Chamenei in Beantwortung eines Schreibens Ismael Haniyyas, des  Leiters des Politbüros der Islamischen Widerstandsbewegung Palästinas Hamas, in dem dieser sich im April 2018 für die Unterstützung der  Rechte des palästinensischen  Volkes seitens der iranischen Nation bedankte, wie folgt geschrieben: 

„Die Palästinafrage und das Schicksal eines Volkes, dessen Rechte mit Füßen getreten worden ist und das aus seiner Heimat vertrieben wurde, wird nicht in Vergessenheit geraten.  Im Vergleich zu früher besitzt die Widerstandsbewegung heute  eine hohe Kapazität und Stärke gegenüber den Aggressoren. Sie wehrt sich gegen Israel und wird niemals zulassen, dass das zionistische Regime an seine üblen Ziele gelangt.“

Das Schweigen und die Untätigkeit gegenüber den Verbrechen der USA und Israel schaden natürlich der ganzen Menschheit.  Das imperialistische Lager unter Anführung der USA  versucht durch Vertreterkriege und Verfolgung der Strategie eines neuen Nahostens die islamischen Länder nach Ethnien und religiösen Rechtsschulen aufzuspalten.  Sie versuchen ihre eigenen üblen Ziele zu verwirklichen, um ihre illegale Vorherrschaft über die Islamische Welt und in Westasien zu erhalten. In diesem Zusammenhang unterstützen die USA das aggressive  zionistische Regime und die Verletzung der Rechte der unterdrückten palästinensischen Bevölkerung. Jeder US-Präsident versucht auf seine Art und Weise  ein Erstarken der Gegner des israelischen Besatzerregimes zu verhindern.

Diesbezüglich hat Ayatollah Chamenei darauf hingewiesen, dass die einzige Lösung im tapferen Widerstand besteht und gesagt:  „Die palästinensische Nation und die Verantwortlichen und Organisationen der Palästinenser  müssen  den USA und dem zionistischen Feind durch einen opferbereiten Dschihad entgegentreten und die Islamische Welt muss geschlossen diesen tapferen Widerstand unterstützen.“

 Mit Hinweis auf die Ausdehnung des Widerstandes gegen die arroganten Mächte in der westasiatischen Region betonte er: „Wir sind sicher, dass die bewaffneten palästinensischen Organisationen  standhaft bleiben und ihren Widerstand fortsetzen. Die  islamisch-republikanische Staatsordnung betrachtet es als ihre Aufgabe, den  Palästinensergruppen zu helfen und wird diese daher auf jede Weise und nach besten Kräften unterstützen.“

Für die Islamische Republik Iran gilt die Palästinafrage als die vorrangigste politische Frage der Welt  und alle haben die Pflicht sich für die Befreiung und Rettung das palästinensischen Volkes  einzusetzen.

Al-Quds ist die erste Gebetsrichtung der Muslime gewesen und  Palästina ist das Vaterland von Tausenden von muslimischen Palästinensern.  Die Heimat dieser Menschen haben sich die verbrecherischen Zionisten im Jahre 1948 mithilfe der imperialistischen Mächte einverleibt.

Al-Quds ist heute Zielscheibe einer großen Verschwörung namens Jahrhundertdeal.  Dieses Projekt haben die US-Administration und das zionistische Regime, unterstützt  von Saudi Arabien, zur Beendigung des Konfliktes des illegalen Staates Israel mit den Palästinensern  ins Auge gefasst. Der Jahrhundertdeal  soll die Normalisierung der arabisch-israelischen Beziehungen einleiten.

Laut diesem Projekt wird den palästinensischen Flüchtlingen im Ausland für immer das Recht auf Rückkehr in ihre Heimat Palästina aberkannt.  Das wichtigste Ziel des Jahrhundertdeals ist die Legalisierung des zionistischen Regimes. Im Gegenzug soll den Palästinensern eine begrenzte Souveränität in bestimmten Gebieten jenseits der Grenzen von 1967 gewährt werden.

Imam Chamenei sagte bei einem Treffen mit den Betreuern der Hadschzeremonien:

„Die Amerikaner  gebrauchen nun den Namen Jahrhundertdeal für ihre diabolische Politik gegenüber Palästina. Sie sollen wissen,  dass dieser Jahrhundertdeal mit Gottes Beistand niemals Wirklichkeit werden wird  und dass die Palästinafrage wider Erwarten der US-Potentaten  niemals in Vergessenheit gerät  und Al-Quds die Hauptstadt Palästinas bleiben wird.“

Ayatollah Chamenei unterstrich, dass das palästinensische Volk sich gegen die Verschwörungen wehren werde und die muslimischen Nationen  die Palästinenser unterstützen.

Er fuhr fort:

„Allerdings haben sich  einige Regierungen von islamischen Ländern, die in Wahrheit gar nicht vom  Islam überzeugt sind, aus Naivität  und Unwissenheit und in Hoffnung auf weltliche Vorteile  bereiterklärt, den Amerikanern als Kanonenfutter zu dienen. Aber mit Gottes Beistand wird die Islamische Weltgemeinde und das palästinensische Volk seine Feinde besiegen und den Tag erleben, an dem das illegale zionistische Regime in der Heimat der Palästinenserentwurzelt worden ist.“

Die USA sind der größte Unterstützer des zionistischen Regimes und waren und sind  unentwegt um die Stärkung und Sicherheit Israels bemüht, wobei sie ihren  politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss auf andere Länder nutzen.

Das zionistische Regime hat zur vollständigen Vorherrschaft über Al-Quds (Jerusalem) unterstützt von den USA bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, wie die Vertreibung der berechtigten Erstbewohner dieser Stadt, die Beschlagnahme deren Immobilien und Ansiedlung von Israelis  zur Veränderung der Bevölkerungsstruktur von Bait-ul Moqadas (Jerusalem), Zerstörung von heiligen Stätten der Muslime und Aktivitäten zur  Entweihung der Al-Aqsa-Moschee.

Ayatollah Chamenei hat in einer Ansprache anlässlich des Jahrestages der Geburt des Propheten des Islams (S) und Imam Sadiq (F)  auf einer Versammlung, an der auch die Teilnehmer der Konferenz Islamischer Einheit und die Botschafter islamischer Staaten zugegen waren,  die USA und das zionistische Regime als reaktionär erklärt. Er bezeichnete  die heutigen arroganten Mächte als Pharaos unserer Zeit   und  mit Hinweis auf deren Versuche, unter der muslimischen Weltgemeinde zu spalten, sagte er: „Einige US-Politiker haben, ob absichtlich oder ohne es zu wollen, durchblicken lassen, dass es nach ihrer Meinung  in Westasien zu einem Krieg und Konflikten kommen muss, damit das zionistische Regime im sicheren Abseits sei und die blutende Islamische Welt nicht die Kraft besitzt, Fortschritte zu machen.“

Ayatollah Chamenei hat die Palästinafrage zur vorrangigsten politischen Angelegenheit der Islamischen Weltgemeinde erklärt.  Die Palästinenser haben für die Verteidigung ihrer Heimat gegenüber den Besatzern bereits große Opfer erbracht. Sie werden weiter Widerstand leisten. Die revolutionären, anti-zionistischen Aufstände in den letzten 10 Jahren – von den nordafrikanischen Ländern bis nach Bahrain am Persischen Golf –  zeigen, dass sich der Ruf nach Befreiung Palästinas am Al-Quds Tag weiter auf der Welt ausbreitet. Die Fortsetzung dieser Bewegung wird zusammen mit dem Widerstand  verhindern, dass die Rechte der palästinensischen Nation durch üble  Projekte wie der Jahrhundertdeal verletzt werden.

Zweifelsohne ist die Befreiung des unterdrückten palästinensischen Volkes von diesem großen Unrecht eine menschliche, religiöse und moralische Pflicht und alle Weltbürger sollten etwas dafür tun. Die Einführung des Al-Quds Tages seitens des islamischen Irans  soll der Unterstützung der palästinensischen Nation und der Sicherheit in der Region sowie der Verurteilung der spalterischen Umtriebe der USA und des zionistischen Regimes dienen.

Die Bestimmung über das eigene Schicksal ist ein international anerkanntes Recht, welches in der Menschenrechtscharta der UNO verbrieft steht. Revolutionsoberhaupt Ayatollah Chamenei hat im Jahre 2000 ein Referendum unter den wahren Besitzern von Palästina vorgeschlagen.

Dieser Entwurf für eine Volksbefragung  wurde bei der UNO registriert und gemäß diesem Vorschlag soll unter allen wahren Besitzern Palästinas  unter UNO-Aufsicht ein Referendum stattfinden, bei dem diese über die von ihnen gewünschte Regierung entscheiden. An diesem  Referendum sollen nicht nur die Palästinenser, die noch in ihrer Heimat leben sondern auch die Palästinenser im Ausland teilnehmen. Nachdem auf diese demokratische Weise die Art der Regierung über Palästina festgelegt wurde, wird diese dann über die Politik und die Zukunft Palästinas zum  Beispiel die Bevölkerungsstruktur, die Wirtschaft und die Beziehungen zu den Nachbarn, entscheiden.

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