Mittwoch , 6 Juli 2022
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Islamisch-Theologische Hochschule "Feyzieh" von Ghom

Islamisch-Theologische Hochschule von Ghom

Die Islamisch-Theologische Hochschule von Ghom (persisch حوزه علمیه قم) ist die wichtigste schiitische theologische Hochschule (Hawza حوزه) im Iran. Sie liegt in der zentraliranischen Stadt Ghom (Qom), 140 Kilometer südwestlich von Teheran. Neben der Hawza von Ghom liegt der Schrein der Fatima Masuma, der Schwester des achten schiitischen Imams Ali ibn Musa ar-Rida (gest. 818).

Nach der Stadt Nadschaf im Irak gilt Ghom als die zweitwichtigste, religiöse Ausbildungsstätte der Schiiten.

Sie wurde ursprünglich 1533 in der Zeit der Safawiden (1501–1722) gegründet und später nach dem bekannten schiitischen Theologen Muhammed Muhsin Faiz Kaschani (1598/9–1680), bekannt als Mullah Muhsin Faiz benannt, der dort studierte und später dort lehrte.

Durch den Zustrom schiitischer Gelehrter nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches wurde diese schiitische Bildungsstätte wiederbelebt und erweitert unter der geistigen Führung und administrativen Aufsicht von Ajatollah Abd al-Karim Haeri Yazdi (1859–1937).

Seitdem ist es ein wichtiges schiitisches Wissenschaftszentrum.

Im Jahr 1963 war die Islamisch-Theologische Hochschule der Schauplatz von Unruhen im Iran zwischen staatlichen Sicherheitskräften und Demonstranten. Im März 1963 wurde das Feyzieh-Seminar von schahtreuen Schlägern angegriffen, wobei drei Studenten zu Tode kamen.

Die Unruhen und die Reaktionen darauf führten letztendlich zu Ajatollah Chomeinis Verhaftung und schließlich zu seiner Verbannung aus dem Land.

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