Dienstag , 7 Dezember 2021
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Iraner bereiten sich auf Muharram unter Corona-Maßnahmen vor

Die Iraner werden den bevorstehenden Trauermonat Muharram begehen und dabei die von der Regierung herausgegebenen Gesundheitsprotokolle strikt einhalten, um eine weitere Ausbreitung des neuen Coronavirus im Land zu verhindern.

Der Trauermonat Muharram ist für die schiitischen Muslime von größter Bedeutung, in diesem Monat trauern sie um Imam Hussein (a), den dritten Imam der Schiiten.

Imam Hussein (a) wurde zusammen mit 72 seiner Gefährten am 10. Tag des Monats Muharram 680 n. Chr. in der Schlacht von Karbala im Südirak zum Märtyrer, nachdem er und seine Gefährten mutig für Gerechtigkeit gegen Tausende Soldaten des damaligen tyrannischen Herrschers, der Umayyaden Kalif Yazid I., gekämpft hatten. Dieser Kampf symbolisiert den Kampf der Menschheit gegen Ungerechtigkeit, Tyrannei und Unterdrückung, für den Imam Hussein (a) große Opfer gebracht hat.

Im ganzen Iran finden im Muharram Trauermärsche und andere Trauerrituale normalerweise in Moscheen und anderen religiösen Zentren statt, und es werden aufgrund von Gelübden zubereitete Speisen oder Lebensmittel verteilt.

In diesem Jahr wurde dem Nationalen Hauptquartier zur Bekämpfung des Coronavirus angesichts der Corona-Pandemie die Protokolle aufgetragen, welche die Rituale im Muharram regeln sollen.

Am 31. Juli 2020 bezeichnete das geehrte Revolutionsoberhaupt Ayatollah Khamenei in einer Fernsehansprache, die vom Hauptquartier ausgearbeiteten Grundsätze als „Standard“, dem die Menschen sich bei den Trauerfeiern im Muharram verpflichten sollten.

„Dies ist ein sehr wichtiges Thema, denn wenn dieses grundlegende Maß an Befolgung und Kontrolle [das es vor Ort gibt] gelockert wird, wird eine große Katastrophe eintreten“, bemerkte Ayatollah Khamenei.

Das geehrte Revolutionsoberhaupt forderte außerdem die Einhaltung der einschlägigen Vorsichtsmaßnahmen für die Zubereitung und Verteilung der Gelübde-Speisen.

Keine Trauerfeiern in unbelüfteten geschlossenen Räumen

Die Trauerfeiern sollen dieses Jahr am kommenden Samstag beginnen. Nader Tavakkoli, ein Verantwortlicher des Hauptquartiers der Trauerfeiern, rät nachdrücklich davon ab, Trauerzeremonien in unbelüfteten geschlossenen Räumen durchzuführen.

Die Zeremonien müssen im Freien stattfinden, wobei die Trauernden in verantwortbaren Abständen voneinander entfernt stehen und Masken tragen müssen.

Er riet unterdessen auch, die Dauer der Trauerrituale zu begrenzen, um das Risiko der Ausbreitung des Virus unter den Teilnehmern zu verringern.

Iran soll ein Beispiel für die Zukunft geben

Der Sprecher der iranischen Regierung Ali Rabiei forderte alle Iraner auf, die diesjährigen Muharram-Zeremonien so abzuhalten, dass sie ein Beispiel für die Zukunft geben.

Er bemerkte, dass die Umsetzung der Gesundheitsprotokolle die Liebe der Iraner zu Imam Hussein nicht mindere, und erinnerte daran, wie das iranische Volk darauf bestanden habe, die Zeremonien auch während des Irak-Krieges gegen die Islamische Republik, 1980-88, durchzuführen.

„Wir sind verpflichtet, Leben zu schützen, um die Bewegung für den ‚Geliebten Hussein‘ aufrechtzuerhalten“, sagte er.

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dpa

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