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Multikulturelles Rosenfest in Frohnau

Das erste Rosenfest am Rosenager „Rose & Nachtigall“ fand am Samstag, dem 3.09.2022 im Park Rosenanger in Frohnau statt. Bei schönem Wetter konnten die zahlreichen Besucher des Festes ein buntes Bühnenprogramm mit Musik, Vortrag und Poesie genießen.

Das Fest wurde von Kathleen Göbel, Culture Cooperation Int. e.V. initiiert. In Kooperation mit dem Saadi Kulturinstitut, mit Draussenstadt, dem Bezirk Reinickendorf und mit Mitwirkung des Hafis-Kulturinstitut, Saadi Kulturinstitut, dem buddhistischem Kloster und weiteren Unterstützern entstand ein großes und abwechslungsreiches Programm.

Im Laufe des Programms sprachen zu den Gästen der iranische Kulturrat Herr Dr. Hamid Mohammadi, Herr Volker Tschapke, Ehrenpräsident der Preußischen Gesellschaft e.V. sowie Tissa Weeraratna vom „Buddhistischen Kloster“ in Frohnau zu den Gästen.

Der Iranische Kulturrat rezitierte ein Gedicht von dem persischen Dichter Saadi
Dr. Mohammadi unterstrich in seinem Vortrag die Bedeutung der Rose in der Natur und der Kultur. Vor allem der Rosengarten (Golestan) ist einer der Meisterwerke persischer Literatur, verfasst von Saadi Schirazi bereits im 12. Jahrhundert.

Saadis einzigartiges Gedicht am Eingangstor der Vereinten Nationen:

بنی آدم اعضای یکدیگرند
که در آفرینش ز یک گوهرند
چو عضوی به درد آورد روزگار
دگر عضو‌ها را نماند قرار
تو کز محنت دیگران بی‌غمی
نشاید که نامت نهند آدمی

Die Kinder Adams sind aus einem Stoff gemacht,
als Glieder eines Leibs von Gott, dem Herrn, erdacht.
Sobald ein Leid geschieht nur einem dieser Glieder,
dann klingt sein Schmerz sogleich in ihnen allen wider.
Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt,
verdient nicht, dass er noch des Menschen Namen führt.

Volker Tschapke
Der Ehrenpräsident der Preußischen Gesellschaft Volker Tschapke bemerkte, dass Preußen ohne Rosen nicht denkbar wäre. Das gesamte Porzellan der Preußischen Königshäuser war mit einer oder mehreren Rosen verziert“. Tissa Weeraratna vom Buddhistischen Kloster bezeichnete die Rose als ein Symbol des Friedens und der Toleranz.

Volker Tschapke und Kathleen Göbel

Der kulturelle Teil des gelungenen Programms wurde mit viel Musik aus den verschiedenen Kulturen abgedeckt. So boten die iranischen Musiker unter der Leitung von Yasser Bayat traditionelle iranische Musik dar. Yasser Bayat war Dozent an der Universität Teheran für Musik und lebt seit einiger Zeit in Berlin.
Es folgten musikalische Beiträge von Samy an der Handpan. Das Istanbul-Duo mit Kanun und Oud ließ die Klänge der klassischen türkischen Musik erklingen. Zum Finale kam dann temperamentvolle Flamencomusik von Paco, der auf der Gitarre aus seinem Philharmonie-Programm spielte.

Kathleen Göbel und Yakup Kilic waren die Moderatoren und führten abwechselnd durch das Programm.

Das Saadi Kulturinstitut bot mit einem Stand frischen Tee vom Samowar und leckere hausgenachte Kuchen an.

Der Peacock Verlag stellte einen Büchertisch mit Büchern und Übersetzungen von Kathleen Göbel aus, u.a. den Rosengarten von Saadi (Golestan).

Am 10. September findet ab 15 das Rosenfest erneut statt und lädt herzlich ein, an einem bunten und abwechslungsreichen Programm. All diejenigen die das Fest verpasst haben, können es am Samstag nachholen.

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